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Steigende Verbrennungspreise

A.R.T. entwickelt MBT Mertesdorf weiter

In der mechanisch-biologischen Trocknungsanlage (MBT) Mertesdorf wird seit dem 07. Mai 2007 der Restabfall von rund 530.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Trier sowie der Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm und Vulkaneifel vorbehandelt. Durch mechanische Aufbereitung und biologische Trocknung entstehen Ersatzbrennstoffe mit dem Heizwert von Braunkohle, welche anschließend gegen Zuzahlung an Heizkraftwerke abgegeben werden.

Die Verbrennungspreise für getrocknete Siedlungsabfälle sind in Deutschland unter anderem aufgrund von Abfallimporten aus dem Ausland bis Herbst 2016 drastisch angestiegen und stagnieren derzeit auf hohem Niveau. Gemäß den Ergebnissen der letzten Ausschreibung beträgt die Zuzahlung für hausabfallstämmige Brennstoffe, wie sie in der MBT Mertesdorf produziert werden, fast 8 Mio. Euro pro Jahr, was einer Kostensteigerung von 125 % entspricht. Dieses Ergebnis beeinflusst den Gebührenhaushalt maßgeblich, so dass die Abfallentsorgung durch den A.R.T. absehbar deutlich teurer wird.

Um diesen Kostensteigerungen nicht schonungslos ausgeliefert zu sein und langfristig mehr Unabhängigkeit von den kartellähnlich organisierten Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen zu gewinnen, hat der A.R.T. bereits vor drei Jahren in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union nach Lösungen gesucht, wie die Recyclingrate von verwertbaren Stoffen aus Hausabfall nach der Trocknung gesteigert werden kann. Seit einem Jahr arbeitet der A.R.T. mit Hochdruck an der Umsetzung dieses Konzeptes, welches die Funktionsweise der MBT Mertesdorf dahingehend optimieren, dass analog zur derzeit bereits stattfindenden Metallabscheidung weitere Teilströme aus dem getrockneten Siedlungsabfall aussortiert und einer kostengünstigeren Verwertung zugeführt werden können. Ziel ist es dabei, die Mengen, die in fremden Abfallbehandlungsanlagen entsorgt bzw. verbrannt werden müssen, zu reduzieren.


Da bei der technischen Weiterentwicklung der MBT Mertesdorf aber weder das EU-Vergaberecht noch die haushaltsrechtlichen Schranken umgangen werden können, müssen die gestiegenen Zuzahlungspreise für die Entsorgung im Übergangszeitraum noch bezahlt werden.