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Gelungene Auftaktveranstaltung Smart Villages in Rheinland-Pfalz mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke

Ortsgemeinden zu kostenlosem Workshop aufgerufen
Mit einer Auftaktveranstaltung im Kinopalast Vulkaneifel fiel vergangene Woche der Startschuss für die Initiative „Smart Villages in  Rheinland-Pfalz“ im Landkreis Vulkaneifel. Die Kreisverwaltung Vulkaneifel sowie die Kreissparkasse Vulkaneifel hatten hierzu in Kooperation mit dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz alle Ortsbürgermeister/innen im Landkreis eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Landrat Heinz-Peter  Thiel und Dietmar Pitzen, Vorsitzender des Kreissparkassenvorstandes, richtete auch Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung ein Grußwort an die Teilnehmer.
„Als sogenannte „Smart Villages“ sollen die Kommunen Modellorte für den Klimaschutz werden, indem  nicht nur Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, sondern gleichzeitig auch ein umfassendes Konzept für mehr Energieeffizienz bei der Strom- und Wärmeversorgung entwickelt wird. Auch klimaschonende Mobilität sowie die Verbesserung der dörflichen Infrastruktur sollen eine Rolle   spielen. Gleichzeitig soll die regionale Wertschöpfung positiv beeinflusst und dadurch eine zukunftsfähige Dorfentwicklung ermöglicht werden“, so die Ministerin.
Durch die Initiierung der Modellorte für den Klimaschutz wird die Wertschöpfung gerade in den ländlichen Regionen gestärkt und ein  wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge geleistet, was vor allem Gebieten im Land, die durch den demografischen Wandel stark betroffen sind, positive Entwicklungsperspektiven bietet.
Dies verdeutlichte auch Prof. Dr. Heck vom Institut für angewandetes Stoffstrommanagement (IfaS), Birkenfeld, in seinem Vortrag und zeigte auf, welche Chancen und Fördermöglichkeiten sich für Gemeinden durch den Einsatz erneuerbarer Energien bieten.
Im Anschluss daran stellte Gerd Schreiner, Bürgermeister und Vorstand der Energiegenossenschaft Ober Kostenz eG (Rhein-Hunsrück-Kreis), das in Ober Kostenz erfolgreGerd Schreiner, Bürgermeister Ober Kostenz bei der Auftaktveranstaltungich umgesetzte Nahwärmeverbundnetz vor, das den Ort mittels Holzhackschnitzel aus der Region regenerativ mit Wärme versorgt. In Ober Kostenz sind mittlerweile mehr als 2/3 der Häuser an dieses Nahwärmeverbundnetz angeschlossen. Darüber hinaus verfügt die Gemeinde über eine eigene Fotovoltaikanlage, die auf dem Heizhaus angebracht ist und den Großteil des benötigten Pumpenstroms selbst erzeugt.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion mit Axel Bettendorf (Umweltzentrum der Handwerkskammer Trier), René Blum (Landwirt und Betreiber einer Biogasanlage mit Wärmenetz), Prof. Dr. Peter Heck (Geschäftsführender Direktor vom IfaS), Johannes Pinn (LEADER LAG Vulkaneifel, Arbeitsgruppe Energie) und Gerd Schreiner (Bürgermeister Ober Kostenz). Die Initiative wird vom IfaS, Birkenfeld organisiert.

Im Anschluss an den Auftakt ist eine weitere Veranstaltung zur Abstimmung mit interessierten Gemeinden geplant (Workshop), dessen Kosten von der Kreissparkasse Vulkaneifel in voller Höhe übernommen werden. Dieser Workshop findet voraussichtlich direkt nach der Sommerpause statt. Hierzu ist eine Interessenbekundung bis Ende Juli 2015 abzugeben. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel, Verena Müller, Tel: 06592/933-290, verena.mueller@vulkaneifel.de