Menu

landwirtschaft

Prämien - Direktzahlungen

Mit dem Antragsjahr 2015 greift erstmals die GAP – Reform (Gemeinsame Europäische Agrarpolitik). Das heißt, dass die Betriebsprämie in ihrer bisherigen Form durch die folgenden Direktzahlungen ersetzt wird.


Basisprämie

Die Basisprämie ist zu Beginn in jedem Bundesland unterschiedlich, wird aber bis 2019 auf bundesweit einheitlich ca. 175 €/ha angeglichen. Für die Beantragung sind Zahlungsansprüche erforderlich, die 2015 an den derzeitigen Bewirtschafter neu verteilt werden. Dieser muss dazu aktiver Landwirt sein und 2013 Direktzahlungen erhalten haben. Für Zusammenschlüsse und Aufteilungen sowie Erbfälle usw. gibt es Sonderregelungen die Ihnen die unten stehenden Ansprechpartner gerne näher erläutern.

Ökologisierungsprämie (Greening)

Sie beträgt bundeseinheitlich 87 €/ha zusätzlich für alle beihilfefähigen Flächen, wenn drei Auflagen erfüllt sind:

  • Dauergründlanderhaltung
  • Anbaudiversifizierung: zwei Hauptkulturen ab 10 ha und drei Hauptkulturen ab 30 ha Ackerland. Die Hauptkultur darf nicht mehr als 75 % und die beiden größten Kulturen nicht mehr als 95 % des Ackerlandes einnehmen.
  • Ökologische Vorrangflächen (öVF) in Höhe von 5 % der Ackerfläche für Betriebe, die größer sind als 15 ha.

Kleinerzeuger und Ökobetriebe sind von den Anforderungen zum Greening befreit und erhalten immer die Ökologisierungsprämie.


Junglandwirteprämie

Betriebsleiter bis 40 Jahren erhalten für bis zu 5 Jahre nach der Hofübernahme eine zusätzliche Junglandwirteförderung in Höhe von ca. 44 € /ha für maximal 90 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche.
 

Umverteilungsprämie

Mit dem Wegfall der Modulation in Form der betriebsindividuellen Kürzung der Direktzahlungen von bis zu 14 % ist auch deren Vorteil für kleine Betriebe, nämlich die Freigrenze für Direktzahlungen bis 5.000 Euro entfallen. Zum Ausgleich dafür wird in Deutschland von der Möglichkeit des EU-Rechts Gebrauch gemacht, jeweils für die ersten Hektare eines Betriebes die sog. Umverteilungsprämie zu gewähren. Die Beihilfe wird maximal für 46 mit beihilfefähiger Fläche aktivierte Zahlungsansprüche (ZA) gezahlt werden. Die ersten 30 ZA werden mit ca. 50 € und die weiteren 16 ZA mit ca. 30 € gefördert.


Kleinerzeugerregelung

Diese Regelung sieht vor, dass „Kleinbetriebe“ Direktzahlungen in Höhe von 1.250 € in Anspruch nehmen können und gleichzeitig von Greening und Cross-Compliance-Auflagen befreit werden. Antragsteller können sich nur einmalig bis spätestens 15. Mai 2015 zum Kleinerzeuger erklären. Die Zahlungsansprüche werden dabei in Höhe der bewirtschafteten Flächen zugewiesen und bis zu einem Betrag von maximal 1.250 € ausgezahlt. Überschüssige Zahlungsansprüche dürfen von Kleinerzeugern nicht gehandelt werden.

Zuständig für die fachliche Beratung im Zuge der Anbauplanung ist das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR), Bitburg.

Für grundsätzliche Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen jedoch auch gerne die unten stehenden Sachbearbeiter zur Verfügung.

Zuständig