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Änderung der EU-Tiergesundheits-Gesetzgebung zum 21.04.2021

Für Halter von Rindern, Schafen und Ziegen ändern sich u.a. die Verbringungsregeln aus dem Blauzungen-Serotyp 8-Sperrgebiet, in dem auch der Landkreis Vulkaneifel liegt.

Wir bitten hier um Beachtung!

 

Änderung der Tiergesundheit- Gesetzgebung
Zum 21.04.2021 tritt mit der EU-Verordnung 2016/429 das neue EU-Tiergesundheitsrecht in Kraft. Ziel dieser Verordnung ist ein einheitlicher Rechtsrahmen in der Europäischen Gemeinschaft und die Bündelung der bis dahin geltenden Tiergesundheitsrechtsakten.
Dies führt zu verschiedenen Änderungen im geltenden Recht, von denen bislang nicht alle in Gänze vorliegen.
Für Halter von Rindern, Schafen und Ziegen ändern sich u.a. die Verbringungsregeln aus dem Blauzungen-8-Sperrgebiet, in dem auch der Landkreis Vulkaneifel liegt.
Wir bitten hier um Beachtung!

Verbringung von Tieren aus einer Sperrzone (gilt für ganz RLP) innerhalb Deutschlands
!! Die bisher bestehende Möglichkeit des Verbringens von Rindern, Schafen und Ziegen in BTV8- freie Zonen innerhalb Deutschlands nur mit negativen PCR Ergebnis und Repellentbehandlung ist NICHT mehr möglich. !!

Möglichkeiten der Verbringung:

  1. die Tiere wurden in den letzten 60 Tagen im Herkunftsbetrieb gehalten
  2. sie sind gegen BTV8 geimpft und befinden sich im vom Impfstoffhersteller garantierten Immunitätszeitraums
  3. wurden mind. 60 Tage vor dem Verbringen gegen BTV8 geimpft

ODER

  1.  die Tiere wurden in den letzten 60 Tagen im Herkunftsbetrieb gehalten
  2. sie sind gegen BTV8 geimpft und befinden sich im vom Impfstoffhersteller garantierten Immunitätszeitraums
  3. Negativbefund eines BTV8-PCR Tests, dabei darf die Probe erst 14 Tage nach Einsetzen der Immunität entnommen werden (s. Angaben Impfhersteller)

Es gibt weitere Möglichkeiten Tiere auf Grundlage eines Antikörper-Nachweises zu verbringen, genaueres können Sie dem unten aufgeführten Link entnehmen.

Verbringung von aus dem Sperrgebiet stammenden Tieren zur sofortigen Schlachtung

  • In Ursprungsbetrieb in letzten 30 Tagen kein Fall von BTV
  • Direkter Transport zum Bestimmungsschlachthof
  • Information des Schlachthofbetreibers durch den Betreiber des Herkunftsbetriebes 48h vor der Verladung der Tiere

Verbringung von Kälbern, Schafen und Ziegen bis zu einem Lebensalter von maximal 90 Tagen

  1. Wurden einschließlich ihrer Mütter mindestens 60 Tage im Herkunftsbetrieb gehalten
  2. Mütter wurden vor der Belegung entsprechend der Herstellerangaben geimpft
  3. Innerhalb von 12 h nach Geburt Kolostrum der eigenen Mutter aufgenommen
  4. Tierhaltererklärung

ODER

  1. Wurden einschließlich ihrer Mütter mindestens 60 Tage im Herkunftsbetrieb gehalten
  2. Mütter wurden mindestens 28 Tage vor Geburt entsprechend der Herstellerangaben geimpft
  3. Innerhalb von 12 h nach Geburt Kolostrum der eigenen Mutter aufgenommen
  4. Tierhaltererklärung
  5. Negatives PCR Ergebnis der Kälber/Lämmer, aus einer höchstens 14 Tage vor dem Verbringen entnommene Probe

Sonderregelungen für Kälber bis zu 90 Tage für das Verbringen in die Niederlande
(vorbehaltlich schriftlicher Bestätigung aus den Niederlanden)

  1. Wirksame Repellentbehandlung für mindestens 14 Tage vor Verbringung
  2. Probenentnahme für eine PCR frühestes 14 Tage nach (noch wirksamer) Repellentbehandlung, negativer PCR Befund
  3. Verbringung in die Niederlande nur über bestehende Sperrbezirke
    (Erläuterung siehe LINK)

Die oben gemachten Angaben wurden einem Schreiben des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten vom 16.04.2021 entnommen und enthalten nur die in unserem Landkreis üblichen Verbringungsmodalitäten.

Das o.g. Schreiben ist u.a. auf der Seite der Landestierärztekammer RLP in Gänze hinterlegt.
https://ltk-rlp.de/news-ansicht/news/blauzungenkrankheit-informationen-zu-den-ab-dem-21-april-2021-gueltigen-verbringungsregelungen-nach/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fcf7339d66b5bfd0b2d318c48890c6b3

Zu Beachten:
Tierschutz- und Arneimittelrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt.

Dokumente:

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