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Das Veterinäramt informiert

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest, Blauzungenkrankheit und Leukose-Monotoring und zur Geflügelpest

WildschweinAllgemeines zur Afrikanischen Schweinepest:
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine ansteckende, virale Erkrankung von Haus- und Wildschweinen. Das Virus ist für den Menschen ungefährlich.
Seit 2014 kommt die ASP in osteuropäischen und baltischen Staaten endemisch vor , d.h. die Krankheit tritt regelmäßig in diesem begrenzten Gebiet auf und breitet sich von dort immer weiter aus. Doch dies änderte sich Ende Juni 2017: erstmals legte das Virus einen Verbreitungsradius von über 300 km nach Tschechien zurück.  Die ASP ist die derzeit bedeutendste Schweinekrankheit in Europa. Ihre Bekämpfung unterliegt dem europäischen und nationalen Tierseuchenrecht. Die Gefahr der Einschleppung der Seuche nach Deutschland wird als sehr hoch angesehen.

Ein Vorkommen in Deutschland hätte durch Restriktionen und Handelsverbote für die Landwirtschaft katastrophale Folgen. Erkrankte Tiere sterben innerhalb einer Woche. Das Virus hat eine sehr hohe Tenazität, d.h. es hat unter verschiedenen Umweltbedingungen eine sehr lange Lebensdauer. So konnte das Virus z.B. in einer Rohwurst noch nach 399 Tagen nachgewiesen werden. Im Dezember 2017 meldeten ungarische Behörden, dass in einem von einem ukrainischen Fahrer beschlagnahmten Schweinefleischerzeugnis das ASP-Virus nachgewiesen wurde. Mit der Folge, dass eine Übertragung durch den Menschen u.a. über Nahrungsreste möglich und auch höchstwahrscheinlich ist.

Der Landkreis Vulkaneifel ergreift derzeit zahlreiche Präventionsmaßnahmen für den Ernstfall. Hier sind besonders die fachübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen einer Expertengruppe, die Schaffung der notwendigen Infrastruktur und die Information der verschiedenen Wirtschaftsbeteiligten zu nennen.

Aktuelle Lage
Polen: Im aktuellen Jahr wurden in Polen 4 Fälle von ASP beim Hausschwein und 913 Fälle beim Wildschwein gemeldet.
Tschechien: Im aktuellen Jahr wurden 18 Nachweise der ASP beim Wildschwein gemeldet.
Rumänien: Es wurde in 3 Hausschweinebeständen die ASP nachgewiesen.
Ungarn: Am 19.04.2018 hat die ASP nun auch Ungarn erreicht, betroffen war ein Wildschwein. Das tote Tier wurde im Bezirk Heves, nordöstlich von Budapest und ca. 50 km von der Slowakischen Grenze entfernt aufgefunden.

Monitoring (Überwachung)
Im Schweinepest- Monitoringgebiet (Klassische und Afrikanische Schweinepest), zu dem auch der Landkreis Vulkaneifel zählt, müssen:
- Fallwild,
- Unfallwild,
- krank erlegte oder beim Aufbruch auffällige Wildschweine
- alle gesund erlegten Wildschweine mit einem Aufbruchgewicht bis zu 30 kg

durch den Jagdausübungsberechtigten beprobt und an das Landesuntersuchungsamt (LUA) gesandt werden. Die genommene Probe kann mit dem Untersuchungsantrag auch bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel abgegeben werden. Bei Fall-, Unfallwild und krank erlegten oder beim Aufbruch auffälligen Wildschweinen kann eine Einsendung des ganzen Tierkörpers erfolgen. Eine Einsendung von einer Blutprobe (Schweißprobe) ist ausreichend, von einer Milzprobe kann abgesehen werden. Neue Einzel- und Sammelprobenvordrucke (gültig seit 01.02.2018) können Sie auf unserer Homepage www.vulkaneifel.de oder der des Landesuntersuchungsamtes abrufen.

Erstattung der Trichinenuntersuchungsgebühr bei Frischlingen
Die Kreisverwaltung Vulkaneifel möchte durch die Erstattung der Trichinenuntersuchungsgebühr einen Beitrag zur deutlichen Reduktion von Frischlingen leisten und hofft, dass diese Maßnahme viele Jägerinnen und Jäger motiviert, deutlich mehr geringgewichtige Frischlinge zu erlegen. Voraussetzungen für eine Erstattung sind:

1. Trichinenproben dürfen nur durch eine von der Kreisverwaltung Vulkaneifel beliehene Person im Landkreis Vulkaneifel selbst, bei einem bis 30 kg Frischling (aufgebrochen), entnommen werden.
 2. Die Benutzung der von der Kreisverwaltung Vulkaneifel zur Verfügung gestellten kostenpflichtigen Probensets.
 3. Die Entnahme einer Blutprobe eines jeden gesund erlegten Wildschweines bis zu einem Gewicht von 30 kg (aufgebrochen) zur Abgabe zur Untersuchung auf die klassische Schweinepest (KSP-Monitoringprobe). Erlegte Wildschweine bis zu einem Gewicht von 30 kg (aufgebrochen) mit Anzeichen einer Krankheit sind ebenfalls zu beproben. Hier wird auch auf die Afrikanische Schweinepest untersucht. Entsprechende Probensets für die afrikanische Schweinepest stellt das Veterinäramt der Kreisverwaltung Vulkaneifel auf Nachfrage kostenfrei zur Verfügung.
 4. Die Probe ist zusammen mit dem Probenbegleitschein (auf der Homepage zu finden), der vollständig auszufüllen ist, unter Angabe der Wildmarkennummer beim Veterinäramt in der Kreisverwaltung Vulkaneifel abzugeben oder dem Landesuntersuchungsamt (Landesuntersuchungsamt, Blücherstraße 34 , 56068 Koblenz) direkt zu übersenden. Für die Versendung mit der Post stellt die Verwaltung die Umschläge zur Verfügung.

Die Erstattungsanträge sind vierteljährlich zu stellen. Näheres zu dem Antrag finden Sie auf der Homepage des Landkreises Vulkaneifel unter folgender Adresse: Schweinepest

Fallwildprämie
Ab sofort können Jäger für die Beprobung Seite 4 LANDKREIS VULKANEIFEL von Fallwild zur Untersuchung auf Klassische und Afrikanische Schweinepest (ASP und KSP) und Einsendung dieser Probe an das Landesuntersuchungsamtes (LUA) eine Prämie von 50 € erhalten. Hierfür ist der neue Probenbegleitschein zu verwenden. Auf diesem sind zur Abwicklung der Prämie die erforderlichen Angaben (Name, Telefonnummer, Kontoverbindung etc.) einzutragen. Die Abrechnung erfolgt über den Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V., der dazu monatlich eine Liste vom LUA erhält.

Aktuelle Lage und Empfehlungen zur Blauzungenkrankheit
Die Serotypen 4 und 8 der Blauzungenkrankheit treten derzeit in Nachbarstaaten wie Frankreich, Österreich und Schweiz auf. Der Virus ruft nach den aktuellen Erkenntnissen, anders als in den Jahren 2008-2010, nur eine relativ schwache Symptomatik hervor. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.
Es ist wahrscheinlich, dass das Virus durch Vektoren auch wieder nach Deutschland kommt. Das Friedrich-Löffler-Institut und das LUA empfehlen daher die Impfung von Rindern.
Hierbei ist zu beachten, dass Restriktionsgebiete erlassen werden, sollte das Virus hier nachgewiesen werden.
Nur Rinder, die entsprechend der Vorgaben des Impfstoffherstellers geimpft wurden, dürfen nach einer Wartezeit von 60 Tagen nach der 2. Impfung aus der Restriktionszone verbracht werden.

Leukose-Monitoring
Zu Beginn des Jahres 2018 wurde zur Aufrechterhaltung des amtlich anerkannten Status „frei von Leukose bei Rindern“ in Rheinland Pfalz von der dreijährigen Untersuchung auf die jährliche Untersuchung einer Stichprobe umgestellt (§ 3a Abs. 2 der Rinder-Leukose-VO). Die Betriebe in der Stichprobe werden durch das Veterinäramt der Kreisverwaltung schriftlich unterrichtet. Es ist zu beachten, dass weiterhin im Abstand von 3 Jahren eine Beprobung auf Brucellose durchzuführen ist. Die Kosten für die Probenentnahme werden nicht übernommen.

Aktuelle Lage und Empfehlungen zur Geflügelpest
Die aktuellen Ausbrüche der Geflügelpest (Influenza Virus H5N6) in einem Kleinstbetrieb in Süderoog (Schleswig-Holstein, 18.03.2018), einem niederländischen Betrieb (14.03.2018), sowie in drei italienischen Betrieben (Zeitraum: 02.03.2018 – 12.03.2018); 280.700 Tiere wurden getötet), möchten wir als Anlass nehmen, alle Geflügelhalter in unserem Landkreis über die erneute Gefährdungslage zu informieren.
Sollte sich die Tierseuchenrechtliche Lage in unserer Region diesbezüglich verschärfen, der Virus also in unserer Region nachgewiesen werden, wird es wahrscheinlich wieder zu einer Aufstallungspflicht für Geflügel kommen. Wir möchten Sie daher schon jetzt bitten, Ihre Haltungen so vorzubereiten, dass gegebenenfalls eine schnelle tierschutzgerechte Aufstallung möglich ist.
Für Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinäramts der Kreisverwaltung Vulkaneifel (06595/933-353 oder über die E-Mail Adresse veterinaeramt@vulkaneifel.de) gerne zur Verfügung.

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