Menu

aktuelles

Ihr Beitrag zum Naturschutz: Tiere bitte nicht füttern, Hunde an die Leine!

Seit einigen Jahren erfreuen sich Besucher des Weinfelder Maares an Ziegen und Eseln, die eine Fläche von ca. 25 ha beweiden.

Diese Beweidung, die durch ein LEADER-Programm initiiert wurde, dient der Landespflege und somit dem Erhalt geschützter Magerweiden im Bereich des Weinfelder Maares. Die Tiere weiden aufkommende Sträucher ab und wirken somit einer weiteren Verbuschung der Flächen rund um das Maar entgegen. Somit tragen die Tiere einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt dieses wichtigen Lebensraumes bei.
Leider ist nun in jüngster Vergangenheit ein Zicklein am Maar zu Tode gekommen. Die Todesursache des Tieres war die Fütterung mit Brot. Durch rechtzeitiges Eingreifen des  Halters konnte der Tod weiterer Tiere abgewehrt werden.

Als Wiederkäuer sind Ziegen an eine karge Kost angepasst. Das Wiederkäuen dient der Verdauung von pflanzlichen Bestandteilen, die für andere Tiere kaum bis gar nicht verwertet werden können. Diese pflanzlichen Bestandteile werden durch die sogenannte Fermentation aufgeschlossen. Dies geschieht im Pansen und anderer Vormägen der Tiere, in denen spezielle Mikroorgansimen leben und die schwer verdaulichen pflanzlichen Stoffe zu leichter verdaulichen Bestandteilen abbauen. Bei diesem Prozess entstehen Gase, die in der Regel durch Rülpsen, dem sogenannten Ruktus, an die Umwelt abgegeben werden.
Das Zufüttern von unsachgemäßer Nahrung, insbesondere Brot, führt bei den Tieren zu schweren Verdauungsproblemen. Brot enthält Kohlenhydrate, die durch die Mikroorganismen vergleichsweise sehr schnell abgebaut werden können. Hierdurch entstehen übermäßig viele Gärgase, die den Pansen dermaßen aufblähen lassen, dass der Rülpsreflex (Ruktus) unterdrückt wird und die Gase nicht mehr entweichen können. Sofern nicht rechtzeitig eingegriffen werden kann, führt die starke Aufblähung, wie im vorliegenden Falle, zu einem schmerzhaften Tod des Tieres.
Daher wendet sich die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Vulkaneifel mit der eindringlichen Bitte an alle Besucher des Weinfelder Maares die Tiere nicht zu füttern. Die Tiere leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz, sondern erfreuen auch die Besucher. Dies soll auch künftig so bleiben! Im Übrigen birgt das Füttern von Wildtieren, insbesondere von Enten, ganz ähnliche Risiken und kann fatale Folgen für empfindliche Ökosysteme, insbesondere Gewässer, haben.
In diesem Zusammenhang bittet die Untere Naturschutzbehörde auch die Leinenpflicht für Hunde unbedingt zu beachten. Dies dient nicht nur dem Schutz der Weidetiere, sondern auch der wildlebenden Tiere.Jedermann kann zum Naturschutz und somit zum Erhalt unserer einzigartigen Maarlandschaft beitragen. Hierzu müssen lediglich zwei Dinge beachtet werden: Tiere nicht füttern und Hunde an der Leine führen!

Die auf unserer Website verwendeten Cookies sind ausschließlich so genannte “Session-Cookies”.
Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Wir verwenden KEINE Tracking-Cookies