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NETZWERK DEMENZ – HILFE FÜR BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE

RUND 200 BESUCHER BEIM FORTBILDUNGSABEND MIT VORTRÄGEN ZUM THEMA
„HERAUSFORDERNDES VERHALTEN BEI MENSCHEN MIT DEMENZ“

Prof. Dr. Margareta Halek (DZNE Witten), Moderator Christian Günther (Pflegeschule Daun), Uschi Wihr (Demenzzentrum Trier), Foto: Manfred Wientgen, Pflegestützpunkt Daun-KelbergBei dem Krankheitsbild „Demenz“ denken die meisten von uns zunächst einmal an Erinnerungsverlust, Vergesslichkeit, Verwirrtheit. Doch ganz so einfach ist das Krankheitsbild nicht erklärt. Es gibt nicht „die Demenz“, „den Verlauf“ oder „den richtigen Umgang“. Im Gegenteil: Es gibt unterschiedliche Formen, Verläufe und herausfordernde Alltagssituationen.

Jedoch haben sie eines gemeinsam: Die Welt der Betroffenen verrückt auf eine für uns nicht  nachvollziehbare Art und Weise. Doch was hilft Menschen mit Demenz tatsächlich? Wie können wir auf das oftmals herausfordernde Verhalten von Menschen mit Demenz reagieren? Bei dem letzten Fortbildungsabend des Netzwerkes Demenz im Landkreis Vulkaneifel wurde genau dies zum Thema gemacht.

Prof. Dr. Margareta Halek vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Witten und Diplom-Sozialpädagogin und Gerontologin Uschi Wihr vom Demenzzentrum in Trier referierten vor rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Graf-Salentin-Schule in Jünkerath. Prof. Dr. Margareta Halek betrachtete das veränderte Verhalten von Menschen mit einer Demenzerkrankung aus pflegewissenschaftlicher Sicht. Sie ging insbesondere darauf ein, was Menschen mit einer Demenzerkrankung unter Lebensqualität verstehen und wie Vorbeugung im Vorfeld zur Verbesserung des Umgangs mit herausforderndem Verhalten beitragen kann. Uschi Wihr versuchte den interessierten und betroffenen Teilnehmern die Innenansicht und das Erleben von Menschen mit einer Demenz-Erkrankung verständlich zu machen und stellte hilfreiche Verhaltensweisen im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen dar.

So ist es beispielsweise bei der Kommunikation mit Erkrankten besonders wichtig, sie nicht auf Fehler hinzuweisen oder mit vermeintlich fehlerhaftem Verhalten zu konfrontieren oder sie zu kritisieren. Sie machte an praktischen Beispielen deutlich, dass es nicht darum geht die Realität durchzusetzen, sondern gerade bei Demenzkranken auch einmal zuzulassen, dass diese eine andere Realität oder ein anderes Gefühl in gewissen Situationen haben. Die beiden Referentinnen ergänzten sich in den Vorträgen ausgesprochen gut und konnten im Anschluss noch viele Fragen von Angehörigen beantworten. Weitere Informationen zur Arbeit des Netzwerkes Demenz über die Pflegestützpunkte im Landkreis Vulkaneifel: Gerolstein Telefon 06591-9837946, Daun-Kelberg Telefon 06592- 9848777 oder im Internet https://fb.com/netzwerkdemenzvulkaneifel/(Demenzzentrum Trier)

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