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Neue Broschüre zu den “Dreesen“ der Vulkaneifel erschienen

Mineralwasser- und Kohlensäurequellen sind Zeugen der vulkanischen Tätigkeit in der Vulkaneifel
Seit Jahrtausenden brubbelt und sprudelt es in der Vulkaneifel. Gashaltiges Wasser quillt aus Spalten und Klüften der Erdkruste ans Tageslicht und zeugt von der einstigen und von der heutigen vulkanischen Tätigkeit.
An vielen Stellen treten diese Mineralwasser- und Kohlendioxidquellen frei aus oder sind durch Bohrungen erschlossen und gefasst worden. Es sind überwiegend Hydrogenkarbonatquellen, sogenannte Säuerlinge, die mehr als 1 Gramm CO2 pro Kilogramm Wasser gelöst haben. Dass diese Mineralwässer außerordentlich reichhaltig wertvolle Mineralien enthalten verdanken wir den unterschiedlichen Gesteinen im Untergrund.


Seit Jahrhunderten nutzten Menschen das wohlschmeckende Sprudelwasser zum Trinken und Backen. Schon die Römer rühmten die Wasserqualität der Vulkaneifel-Quellen und bauten sogar Leitungen mit dem Eifelwasser bis nach Köln.

v.l.n.r.: Werner Klöckner, AR-Vorsitzender Natur- und Geopark Vulkaneifel, Martina Müller und Andreas Schüller von der Geschäftsstelle des Natur- und Geopark Vulkaneifel  Foto: Natur- und Geopark Vulkaneifel
v.l.n.r.: Werner Klöckner, AR-Vorsitzender Natur- und Geopark Vulkaneifel, Martina Müller und Andreas Schüller von der Geschäftsstelle des Natur- und Geopark Vulkaneifel Foto: Natur- und Geopark Vulkaneifel


Auch heute trifft man noch Wanderer und Einheimische, die ihre Flaschen mit dem kühlen Nass füllen.
Jetzt hat der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel die neue Broschüre: „Dreese“ – Mineralwasser- und Kohlesäurequellen der Vulkaneifel“ herausgebracht und stellt darin die bedeutendsten 27 gefassten Dreese in der Vulkaneifel mit Fotos sowie einer Beschreibung vor.
Auch die Anbindung an Wander- und Radwege, lohnenswerte Besuche in der näheren Umgebung und detaillierte An-fahrtsbeschreibungen zu den einzelnen Dreesen sind enthalten.
Mit dieser Broschüre möchte der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel die Dreese als regionale Besonderheit wieder stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankern. Die Dreese sind ein unmittelbares Zeugnis der geologischen Bedingungen. Die Gesteine des Untergrundes bestimmen den Mineraliengehalt und damit den Geschmack des Dreeswassers. Das im Wasser gelöste Kohlendioxid ist Teil des vulkanischen Atems. Die meisten Gesteinsschmel-zen entstehen in einer Tiefe von 50 bis 100 Kilometern im Erdmantel. Der Aufstieg durch die darüberliegende Erdkruste verläuft nicht kontinuierlich, es kommt zum Stillstand und Bildung von  Magmenblasen, worin auch Gase wie das Kohlendioxid freigesetzt werden, die dann weiter aufsteigen. Das Kohlendioxid verbindet sich mit dem mit Mineralien angereicherten Tiefengrundwasser. Aus dieser Verbindung entsteht prickelndes Sprudelwasser als sichtbares und trink-bares Zeichen für die vulkanische Tätigkeit unserer Vulkaneifel-Heimat.
„Die Dreesbroschüre ist ein weiterer Beitrag zur erdgeschichtlichen Umweltbildung in der Vulkaneifel“, so Werner Klöckner, Aufsichtsratsvorsitzender der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH.
Die kostenlos erhältliche Broschüre lädt zu einer vulkan-eifelweiten Kostprobe zu wohl- oder weniger bekannten Dreesen im Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel ein.

Diese kann angefordert werden bei der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH, Mainzer Str. 25, 54550 Daun, Telefon: 06592/933-203 oder -206 oder per
E-Mail unter geopark@vulkaneifel.de

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