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Neue Wächter der Bienen - Zwei neue Bienenseuchensachverständige bestellt

v.l.n.r.: Jonas Grün, Landrat Heinz-Peter Thiel, Geschäftsbereichsleiter Dr. Volker Schneiders, Abteilungsleiter Eduard Hettich, Evi Windisch, Peter Scheid sowie der Vorsitzende des Kreisimkereiverbandes, Klaus DahmenNun ist es offiziell: vergangene Woche bestellte Landrat Heinz Peter Thiel im Einvernehmen mit dem ersten Vorsitzenden des Imkereiverbandes, Klaus Dahmen, Evi Windisch und Jonas Grün aus Reuth zu Bienenseuchensachverständigen im Landkreis Vulkaneifel. Sie üben nun neben Peter Scheid aus Bodenbach und Manfred Heinen aus Densborn die ehrenamtliche Tätigkeit für den Schutz der Bienenbestände im Landkreis und damit auch den Schutz für die Eifellandschaft aus.

In den Monaten Mai und Juni haben die Bienen die meiste Arbeit. Dann schwärmen die Insekten mehrere Kilometer weit aus in Obstgärten, auf Felder am Waldrand oder zu Linden, Kastanien und Robinien in der Umgebung. Sie kehren mit Nektar und Pollenhöschen zurück zu den Bienenwaben - daraus gewinnen die Imker dann den schmackhaften Honig. Zwischen 30 und 50 Kilogramm Honig kann der Bienenzüchter pro Jahr aus dem Pollenertrag eines Volkes gewinnen. „Das sind wirklich sehr fleißige Tiere, die in einem sehr sozialen Gefüge leben“, erzählt Evi Windisch begeistert. Für sie ist diese Tätigkeit „eine Philosophie, eine Lebenseinstellung“, erklärt sie. „Man lernt dabei Ruhe und Gelassenheit und viel über die Natur“, fügt Jonas Grün hinzu.

Ein Grund, warum sich beide für ein Landwirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Imkerei entschlossen haben und nun freuen sie sich auf die neue Aufgabe. Bienenseuchensachverständige sind als Unterstützung der Amtstierärztinnen und Amtstierärzte zur Vorbeugung und Bekämpfung – insbesondere der anzeigepflichtigen Bienenseuchen - tätig. Sie werden bei der Wertermittlung und Begutachtung von Bienenhaltungen herangezogen und sind hierbei an Weisungen des Veterinäramtes gebunden. Besonders im Kampf gegen die amerikanische Faulbrut sind die Bienensachverständigen bei der jährlichen Untersuchung und Bescheinigung auf Seuchenfreiheit gefragt.

Landrat Heinz-Peter Thiel bedankte sich auch im Namen des Geschäftsbereichsleiters Dr. Volker Schneiders sowie des Abteilungsleiters für Veterinärwesen und Landwirtschaft, Eduard Hettich, für die unparteiische und gewissenhafte Aufgabenerfüllung und das Engagement, durch regelmäßige Fortbildungen ein fundiertes Fachwissen und Sachkunde zu erwerben. Die Kreisverwaltung Vulkaneifel freut sich natürlich über weitere begeisterte Imker, die bereit sind, eine Weiterbildung zum Bienensachverständigen zu absolvieren, um somit die bisherigen Amtsträger zu entlasten und die anfallenden Aufgaben auf mehrere „Schultern“ zu verteilen.

Informationen zur Honigbiene: Der Großteil aller Pflanzenarten ist auf eine Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen, die zu 80 Prozent durch Wild- und Honigbienen übernommen wird. Nach Rind und Schwein ist die Biene das drittwichtigste Nutztier in Deutschland. Allein in Rheinland-Pfalz gibt es 5.440 Imker und ca. 36.000 Völker, davon sind 175 Imker im Landkreis Vulkaneifel offiziell gemeldet. Organisiert sind diese im Kreisimkerverband, wodurch die Hobbyimker durch regelmäßige Fortbildungen und Versicherungen, wie z.B. eine Betriebshaftpflicht, profitieren. Die Bienenvölker sind offiziell dem Veterinäramt des Landkreises Vulkaneifel sowie der Tierseuchenkasse zu melden, dies ist jedoch kostenfrei. Die Imkerei gilt bis zu 30 Völker als Hobbyhaltung, sodass die Erträge aus der Imkerei steuerfrei sind.

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