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Schließung der LETZTEN Geburtshilfe in der Region Vulkaneifel

Landrat Heinz-Peter Thiel nimmt nach dem Gespräch mit dem Träger des Maria-Hilf Krankenhauses Daun, der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH, Stellung zur aktuellen Sachlage der angekündigten Schließung der LETZTEN Geburtshilfe in unserer Region Vulkaneifel:

SO SIND WIR
„Heute so, morgen so“ – das ist nicht die Eifel. Hier sind die Menschen geradlinig und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Aber wenn sie einmal in Fahrt kommen, dann sind sie auch nicht so leicht zu stoppen und stehen fest zusammen. Das haben wir in dieser Woche in Daun gesehen, als so viele Menschen wie noch nie auf die Straße gegangen sind, um für den Erhalt der Geburtshilfe zu demonstrieren. Und die Aktionen werden weitergehen!

DAS WOLLEN WIR
Die Vulkaneifler wollen eine Geburtshilfe in der Region, nah bei den Müttern. Für die gesund versorgte Menschwerdung, für Mutter und Kind. Wir haben auch oder gerade im ländlichen Raum einen Anspruch auf zeitgemäße gesundheitliche Versorgung.

DAS SAGT DER TRÄGER
Während in Daun die Proteste organisiert wurden, hatte ich in Berlin die Gelegenheit zu einem respektvollen, offenen und ehrlichen Austausch von Beschlusslagen mit der Geschäftsführerin der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH. Die solitäre Bedeutung eines (noch) breit aufgestellten Krankenhauses mit einem hohen Ansehen wurde von mir klar unterstrichen. Die aktuellen zunehmend starken Proteste müssen als Unterstützung für ein gemeinsames Bemühen um Stabilität und Fortgang im Bereich der Geburtshilfe von der ganzen Bevölkerung, den Kunden des Hauses, gesehen werden. Machen wir uns nichts vor: Aus unternehmerischer Sicht steht der Beschluss fest. Ob das so bleibt, ist abzuwarten. Denn die Hartnäckigkeit der Eifeler, für Ihre Region eine bestmögliche Geburtshilfe zu wollen, ist auch in Berlin angekommen. Die Demonstration in Daun wird dies noch erheblich verstärkt haben. Die Verantwortlichen des Krankenhausträgers werden nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen können.

NICHTS ÜBERSTÜRZEN
Wir brauchen Zeit. Wir können nicht binnen weniger Wochen einen Systembruch in der Versorgung unserer Gebärenden mit dem Blick auf die Gesundheit von Mutter und Kind auf den langen, kurvenreichen und witterungsbeeinflussten Fahrten zu den verbleibenden Geburtsklinik in 40 bis 50 Minuten angstbesetzten Fahrtzeiten vollziehen. Und auch die umliegenden Kliniken sind derzeit bereits voll ausgelastet, technisch und personell nicht vorbereitet und brauchen eine Übergangszeit.

WIR MACHEN WEITER!
Diese Proteste werden so lange wirkungsvoll anhalten, bis man den kurzfristig angesetzten Schließungstermin aussetzt. Dies ist notwendig, um Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit überhaupt erstmals Zeit einzuräumen, unserem beliebten Krankenhaus Maria Hilf zu helfen, mit starkem Rückenwind der ´ganzen Leut´ aus der Region das Machbare im nächsten Jahr weiter zu führen. Wir müssen zum Schutz der Mütter und Kinder die LETZTE GEBURTSHILFE in der Region als lebensnotwendige menschenzugewandte Daseinsvorsorge stabilisieren.


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