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Nach den Herbstferien gilt eine Mund-Nasen-Bedeckung ab der 5. Klasse in den Schulen des Landkreises Vulkaneifel

Mit dem Ende der Herbstferien am Montag, müssen Schüler ab der 5. Klasse auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Das kündigte Landrat Heinz-Peter Thiel bei einer Pressekonferenz vergangenen Donnerstag an. Der Landkreis Vulkaneifel reagiert damit auf die seit über zwei Wochen steigenden Corona-Infektionszahlen, welche bereits in der ersten Oktoberhälfte die Gesamtzahlen, der im Frühjahr aufgetretenen Neuinfektionen, übertroffen haben.

Was gilt?
Für vorerst 14 Tage, also von Montag, 26. Oktober, bis Sonntag, 08. November, gilt für Schülerinnen und Schüler, aber auch für ihre Lehrer sowie das gesamte Schulpersonal, die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch während des Unterrichts. Diese Regelung gilt ab der Sekundarstufe I und betrifft damit alle weiterführenden Schulen im Landkreis Vulkaneifel.

Gibt es Ausnahmen?
Hiervon ausgenommen sind die Grundschulen und Förderschulen. Bereits geltende Hygienekonzepte in den jeweiligen Schulen bleiben darüber hinaus unberührt. Außerdem können Personen mit der Vorlage eines ärztlichen Attestes von der Verpflichtung der Mund-Nasen Bedeckung befreit werden.

Wo muss ebenfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden?
Diese Regelung gilt ebenfalls bei Einrichtungen, die der Erwachsenenbildung im Zuge der beruflichen oder fachlichen Bildung und Weiterbildung dienen. Auch der Unterricht in privaten Bildungseinrichtungen oder in Fahrschulen ist von dieser Verfügung betroffen. Auch hier gilt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Unterrichts.

Warum ist diese Verpflichtung überhaupt notwendig?
„Die Schulen sind sichere Orte“, erläutert Landrat Heinz-Peter Thiel. Es müsse alles getan werden, um den täglichen regulären Unterricht für alle Kinder so lange als möglich aufrecht zu erhalten. „Das ist die beste Form des Lernens.“ Gleichzeitig appelliert er: „Die Situation ist aufgrund des steilen Infektionsverlaufs von SARS-CoV-2 auch bei uns sehr ernst. Im benachbarten Frankreich, Belgien und den Niederlanden steht das Gesundheitssystem mit dem Rücken an der Wand. Wir sind richtig gut aufgestellt, arbeiten 24/7 für Sie und sind vorbereitet. Einzige Bekämpfungsstrategie gegen das gefährliche Virus sind Abstand, Hygieneregeln und eine Mund-Nasen-Bedeckung sowie Zurückhaltung und das Vermeiden von Durchmischungen mit Menschen außerhalb der eigenen „sozialen Kohorte/Alltagsgruppe“. Ich möchte eine Ausgangssperre und somit einen zweiten, dann lokalen Corona-Lockdown, aber auch weitreichende Störungen durch Quarantäne-Entscheidungen in Kitas und Schulen sowie Einschränkungen im Privaten und damit auch in Arbeitsbereichen vermeiden. Wir laufen derzeit mit „der Geschwindigkeit eines ICE“ in ein erhöhtes Risiko. Die Infektionszahlen von heute sind Ansteckungen von vor 5-14 Tagen. Die Folgen der Kontakte aus den Herbstferien, kommen also noch im Risikoverlauf zu der heutigen flächendeckenden, stetig ansteigenden Infektionslage dazu. Daher ist die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle weiterführenden Schulen ab 5. Klasse und Erwachsenenbildung im Landkreis für 14 Tage ab kommenden Montag sinnvoll und verhältnismäßig. Der Zeitraum umfasst die aktuellen Quarantäneentscheidungen und dürfte daher weitestgehend das Infektionsgeschehen eindämmen. Ich bitte aber nochmals inständig darum, dass sich alle Schülerinnen und Schüler, sowie deren Lehrer und Eltern sich an diese zeitlich beschränkte Maßnahme zu halten!“

Welche Maßnahmen sind im Schulalltag
noch sinnvoll um sich vor der Ausbreitung des Virus zu schützen?
Neben der Mund-Nasen-Bedeckung ist auch das regelmäßige Stoßlüften eine effektive Maßnahme. Dazu bekräftigt der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Volker Schneiders: „Lüften ist ein einfaches und sehr wirkungsvolles Instrument, um das Infektionsrisiko zu senken.“ Er hält damit das sogenannte Stoßlüften, wie es die Kultusministerkonferenz in ihrem Hygieneplan
empfiehlt und viel Kritik geerntet hat, für das „richtige Konzept.“ „Wir empfehlen in den Klassenräumen alle 20 Minuten Stoßzulüften, sowie Querlüften wo immer es möglich ist. Das
trägt dazu bei, dass die Raumtemperatur auch zweitweise nur um zwei bis drei Grad abkühlt“. Es sei jetzt exorbitant wichtig, das Infektionsniveau auf eine „Plateau-Phase“ zu bringen und das exponentielle Wachstum zu unterbrechen, appelliert Dr. Schneiders. „Das gelingt nur, wenn jeder ein Stückchen Eigenverantwortung übernimmt. Abschließend fordert Landrat Heinz-Peter Thiel: „Zum Einstieg in die feucht-kühle Jahreszeit ist JETZT wieder ein großes WIR mit gemeinschaftlich handelnden ICHs auf Abstand angesagt“.

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