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Energiewende

Klimaschutz und Artenvielfalt in der Vulkaneifel. Für die Energiewende und regionale Wertschöpfung.

Wir verändern das Klima – das geht uns alle an.

Die Verbrennung fossiler Energieträger durch Industrie und Verkehr, Land- und Viehwirtschaft, die globale Abholzung riesiger Waldflächen und die Austrocknung von Mooren verursachen eine extrem hohe Anreicherung von Kohlendioxid und weiterer Treibhausgase wie Methan in der Atmosphäre. Bereits kleine Veränderungen haben Auswirkungen auf das hochkomplexe Klimasystem der Erde, die Störung des natürlichen CO2-Kreislaufs durch den Menschen führt zur Erderwärmung. Das hat bereits heute spürbare Folgen für die Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen aller Kontinente und Ozeane. Schon jetzt sind weltweit einzigartige Ökosysteme wie Korallenriffe gefährdet. Weltweit geht die Artenvielfalt zurück und es findet ein Artensterben in enormem Ausmaß statt. Unsere Lebensgrundlage wird dadurch unmittelbar beeinflusst.

Seit Beginn des letzten Jahrhunderts hat sich die globale Mitteltemperatur um mehr als 0,8 Grad Celsius erhöht. In den letzten drei Jahrzehnten war die Durchschnittstemperatur auf der Erde stets höher als in allen anderen Jahrzehnten seit Beginn der Aufzeichnungen 1850. Der Meeresspiegel ist in diesem Zeitraum um etwa 19 cm angestiegen. Die CO2-Konzentration in der Luft entsprach im Jahr 2015 zum ersten Mal der CO2-Konzentration vor 400.000 Jahren, während einer Warmphase der Erde.

Allein die Menge der bereits ausgestoßenen Treibhausgase sorgt für eine fortwährende Erwärmung des globalen Klimas. Dieser Prozess verstärkt und verselbstständigt sich, so dass extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen häufiger werden, es noch öfter zu Starkregen, Überschwemmungen und Hochwasser kommt, der Meeresspiegel weiter steigt, Gletscher noch schneller abschmelzen, Trockenheit, Stürme und Hitzewellen zunehmen und die sich Klimazonen verschieben. Die Veränderungen sind weltweit zu spüren und haben auch negative Folgen für Gesellschaft, Landwirtschaft und Wirtschaft in der Vulkaneifel.

Der Klimawandel bedroht unseren Lebensraum. Es ist also höchste Zeit zu handeln. Denn rückgängig kann der vom Menschen verursachte Klimawandel zwar nicht gemacht werden, es ist aber noch möglich, ihn zu verlangsamen und seine Auswirkungen für Menschen und Umwelt in Schranken zu halten.

Jede und jeder einzelne von uns kann gegen den Klimawandel aktiv werden: Wir können unser Lüftungs- und Heizverhalten verändern, Geräte im Standby-Modus ausschalten, Fahrgemeinschaften bilden oder öfter mal das Rad statt den PKW nutzen. Wir können erneuerbare Energien nutzen, Produkte aus nachhaltiger Landwirtschaft konsumieren und unseren Fleischverbrauch einschränken.

Auch wir als Region haben Möglichkeiten zu handeln. Der Landkreis Vulkaneifel und der Natur- und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel haben deshalb bereits verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht:

Schon im Jahr 2015 hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Birkenfeld, das Projekt „Smart Villages“ gestartet und unsere Kommunen dafür sensibilisiert, welche Potenziale alternative Versorgungsarten wie Photovoltaik, Solarthermie, Bioenergie oder Wärmepumpen in Verbindung mit energieeffizienten Gebäuden bieten. Besonders auch im Hinblick auf die Abhängigkeit vom Ölmarkt und die Begrenztheit fossiler Ressourcen stellen Aspekte wie Versorgungssicherheit, Preisstabilität, regionale Wertschöpfung und Bürgerteilhabe eine besonders große Motivation dar, sich mit den Themen rund um den Klimaschutz zu beschäftigen.

Um die bereits begonnen Aktivitäten zielgerichtet fortzusetzen, beteiligen sich der Natur- und Geopark und der Landkreis an dem Projekt „ZENAPA“ (Zero Emission Nature Protection Areas), dessen Kernziel die CO2-Neutralität von Großschutzgebieten ist. Unter Berücksichtigung von Aspekten wie Naturschutz, Förderung von Artenvielfalt und Weiterentwicklung regionaler nachhaltiger Wertschöpfung sollen im Rahmen dieses Projekts bis 2024 ein regionaler Masterplan und bis zu zehn Klimaschutzkonzepte auf Ortsebene erstellt und umgesetzt werden. Weiterhin sind verschiedene Kampagnen und Maßnahmen geplant, wie z.B. der Anbau artenreicher Energiepflanzen, die Gründung von Bürgergenossenschaften und die Entwicklung von Zertifikaten für Klima- und Artenschutz in Verbindung mit der Wiedervernässung von Torfmaaren („Maar Futures“) als neue regionale Finanzierungsmethode.

Um sein Handeln strategisch ausrichten zu können lässt der Landkreis derzeit ein Integriertes Klimaschutzkonzept durch das IfaS erstellen. Darüber hinaus wird ein Klimaschutzteilkonzept „Klimafreundliche Mobilität in Kommunen“ von den Experten der Fachbüros B.A.U.M. Consult, München/Berlin, und EcoLibro, Köln, erarbeitet.

Entscheidend für das Erreichen der gemeinsam gesetzten Klimaschutzziele ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung, dem Natur- und Geopark, öffentlichen und privaten Unternehmen und allen anderen relevanten Akteuren hier in der Vulkaneifel – denn Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Arbeits- und Lebensbereiche betrifft und ganzheitlich angegangen werden muss.

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