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Agrarumweltprogramme

Förderprogramm zur Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft (EULLa)

Mit dem Programm "Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft" (EULLa) fördert das Land Rheinland-Pfalz eine umweltschonende und nachhaltige Landwirtschaft. Die Landwirte sollen eine aktive Rolle im Umwelt- und Naturschutz übernehmen. Das ab 2015 eingeführte EULLa-Programm ersetzt die bisherigen FUL- und PAULa-Programme.

Durch die EULLa-Maßnahmen soll die Kulturlandschaft erhalten sowie Stoffeinträge und Bodenerosionen reduziert werden, darüber hinaus soll die Artenvielfalt bei Flora und Fauna gesichert und wiederhergestellt und somit eine Beitrag zur Biodiversität geschaffen werden. Die Höhe der zu gewährenden Finanzhilfen orientiert sich an den Einkommensverlusten, die sich aus dem Ertragsrückgang, den erhöhten Kosten und den ökologischen Leistungen der Umsetzung der Bewirtschaftungsvorgaben in den einzelnen Programmteilen ergeben. Bei bestimmten Maßnahmen kommt eine Anreizkomponente hinzu, um die Akzeptanz der Maßnahmen zu erhöhen.

Um den differierenden Zielsetzungen und spezifischen örtlichen Gegebenheiten zu entsprechen, werden Agrarumweltmaßnahmen angeboten, die das gesamte Unternehmen betreffen. Gleichzeitig werden auch einzelflächenbezogene Maßnahmen auf Acker und Grünland angeboten (Vertragsnaturschutz). Ziel der Maßnahmen ist hier der Erhalt einer extensiven Flächenbewirtschaftung des artenreichen Grünlandes und das Verhindern einer zunehmenden Verbuschung.

Die Artenvielfalt bei Flora und Fauna soll durch die Einhaltung der jeweiligen Bewirtschaftungsauflagen gesichert und gefördert werden. In Natura 2000-Gebieten soll zudem der günstige Zustand der geschützten Arten und Lebensräume erhalten werden. Zusätzliche Strukturen sollen neu geschaffen werden, Vernetzungsfunktionen erfüllen und das Landschaftsbild bereichern. Die zu fördernden Flächen müssen naturschutzfachlich geeignet sein, d.h. vor einer Programmteilnahme erfolgt eine Begutachtung der beantragten Flurstücke durch einen vom Land Rheinland-Pfalz beauftragten Fachberater.

Die Programmteilnehmer verpflichten sich zur Einhaltung bestimmter Bewirtschaftungsauflagen über einen Zeitraum von 5 Jahren. Die Antragstellung erfolgt in der Regel jährlich, wobei der genaue Antragszeitraum sowie die beantragbaren Programmvarianten von dem fachlich zuständigen Ministerium bekannt gegeben werden. Hierüber informieren wir rechtzeitig in den Kreisnachrichten.


Das Förderprogramm beinhaltet nachfolgend aufgeführte Programmteile:

A.   Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte
      Haltung auf Grünland
B.   Vielfältige Kulturen im Ackerbau
C.   Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchten über den Winter
D.   Anlage von Gewässerrandstreifen (Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur)
E.   Umweltschonende Steil- und Steilstlagenweinbau
F.   Saum- und Brandstrukturen im Ackerbau
G.   Umwandlung einzelner Ackerflächen in Grünland
H.   Grünlandbewirtschaftung in den Taulauen der Südpfalz
I.    Alternative Pflanzenschutzverfahren
J.    Vertragsnaturschutz Grünland
K.   Vertragsnaturschutz Kennarten
L.   Vertragsnaturschutz Weinberg
M.  Vertragsnaturschutz Acker
N.   Vertragsnaturschutz Streuobst
O.   Biotechnische Pflanzenschutzverfahren im Weinbau
P.    Ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen

Mehr Informationen sowie die entsprechenden Grundsätze des Landes Rheinland-Pfalz mit den jeweiligen Bewirtschaftungsauflagen sowie umfangreiche Erläuterungen werden vom Dienstleistungszentren Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz) angeboten.
www.agrarumwelt.rlp.de

Für die Umstellung zum ökologischen Landbau erhalten Sie Informationen sowie Beratungen beim Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau in Bad Kreuznach.
www.oekolandbau.rlp.de

Für weitere, ergänzende Auskünfte für fachliche Fragen zu den einzelnen v. g. Programmteilen stehen Ihnen die Mitarbeiter des DLR Eifel in Bitburg gerne zur Verfügung.
www.dlr-eifel.rlp.de


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