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Vulkanismus

Das Wort "Vulkan" leitet sich von der süditalienischen Insel Vulcano ab, die zu den Äolischen Inseln gehört. Die Römer hielten die häufig von Vulkanausbrüchen heimgesuchte Insel für die Schmiede von Vulcanus, dem Gott des Feuers und der Waffenschmiede.

Ein Vulkan ist allgemein eine punktuelle Austrittsstelle vulkanischer Förderprodukte an die Oberfläche eines Planeten. Die dabei freigesetzten Stoffe sind fest, flüssig oder gasförmig.
Vulkane und Vulkangebiete sind oft über Millionen von Jahren tätig. Dabei wechseln relativ kurze Perioden vulkanischer Aktivität mit längeren Ruhepausen ab. Man kennt heute auf dem Festland etwa 500-600 aktive Vulkane, die untermeerischen nicht mitgezählt, und etwa 10.000 erloschene Vulkane. Etwa 60 Vulkane brechen pro Jahr aus.

Auch in Deutschland gibt es noch aktiven Vulkanismus: In der Vulkaneifel. Noch bis 1970 vertraten Wissenschaftler die Überzeugung, dass der Eifelvulkanismus erloschen sei. Umfangreiche Forschungen haben das Gegenteil bewiesen!

Vulkane weltweit

Unser Planet Erde ist aufgebaut wie ein Pfirsich: Kern, Körper und Haut! Es gibt einen inneren und äußeren Erdkern, einen unteren und oberen Erdmantel, und die Haut des Pfirsichs „Erde“, die Erdkruste. Die Erdkruste ist in der Eifel ca. 29 km dick, zusammen mit dem obersten, rigiden Teil des oberen Erdmantels bildet sie die ca. 80 km mächtige Lithosphäre („Steinscheibe/-platte“).

Da die Lithosphäre aus festem Gestein besteht und sich wie ein starrer Körper verhält, zerbricht sie bei Bewegungen in mehrere Teile, das sind die Erdplatten. Diese starren Erdplatten werden vom darunter liegenden, heißeren und vor allem geringer viskosen, sich konvektiv bewegenden oberen Erdmantel in Bewegung gehalten, das ist das Prinzip der Plattentektonik.

Dort, wo kontinentale oder ozeanische Erdplatten aufbrechen und auseinander driften, kommt es zu gewaltigen Grabenbrüchen und noch gewaltigeren Vulkaneruptionen, so z. B. entlang des mittelozeanischen Rückens oder im ostafrikanischen Grabensystem. Und dort, wo sich die Erdplatten aufeinander zu bewegen und kollidieren, und die eine, meist ozeanische Platte, unter der anderen, meist kontinentalen Platte, abtaucht kommt es ebenfalls zu gewaltigen Tiefseegräben und großen Vulkaneruptionen auf den Kontinenten, so z. B. im zirkumpazifischen „ring of fire“.

Dann gibt es aber noch die Vulkane, die mitten auf einer ozeanischen oder kontinentalen Platten liegen, die sog. Intraplattenvulkane. Dafür ist ein unter der Lithosphäre befindlicher, besonders heißer Erdmantelbereich verantwortlich, der aufgrund seines Überschusses an Hitze und bereits erschmolzenem Magma die darüber liegende Lithosphäre wie ein Schweißbrenner durchschneidet und dann mitten auf der Platte zu aktivem Vulkanismus führt. Dieser heiße Bereich im Erdmantel heißt nach seiner federförmigen Gestalt „Plume“ (engl. für Feder). Die Eifelvulkane gehören zu den Intraplattenvulkanen und der darunter liegende Plume ist der „Eifelplume“. Auch die Hawaii-Inselkette gehört zum Intraplattenvulkanismus mit einem Plume darunter. Große Plumes werden für das Auseinanderbrechen von ganzen Großkontinenten („Gondwana“) verantwortlich gemacht, unser Eifelplume ist aber – noch – ein kleiner Plume!

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