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Gleichstellungsbeauftragte

Die Gleichstellung von Mann und Frau zählt zu den wichtigsten Grundrechten. In Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es:

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Die Gleichstellungsbeauftragte hat die Aufgabe, auf Grundlage von Gesetzen an der Umsetzung des verfassungsmäßig geregelten Gleichstellungsgebotes im Alltag mitzuwirken.
Dabei gibt es externe und interne Tätigkeitsfelder.

Die Tätigkeitsfelder der Gleichstellungsbeauftragten sind im Landkreis Vulkaneifel in externe und interne Aufgaben gegliedert.
Die externen Aufgaben übernimmt Sicken, Doris. Für alle Themen, die sich auf Fragen der Gleichberechtigung innerhalb der Kreisverwaltung Vulkaneifel gemäß dem Landesgleichstellungsgesetz beziehen, ist Krämer, Elvira die zuständige Ansprechpartnerin.


Doris Sicken ist Verwaltungsfachwirtin und war zuvor 33 Jahre lang bei der Verbandsgemeinde Daun zunächst in der Finanzabteilung und im Ordnungsamt sowie in der Sozialabteilung, später in der Stabsstelle Koordination des VG Bürgermeisters tätig. Zu Ihren Aufgaben dort gehörte u.a. auch die Mitarbeit beim "Wege-Prozess" oder bei der "Vor-Tour-Der Hoffnung".

Seit Anfang des Jahres 2021 ist Doris Sicken beim Landkreis Vulkaneifel als kommunale Gleichstellungsbeauftragte beschäftigt. Hier knüpft sie an die Arbeit ihrer Vorgängerinnen Edith Peters und Anja Saupe an. Da sie sowohl beruflich als auch privat sehr gerne mit Menschen zu tun hat, liegt ihr eine weitere Verdichtung des Frauennetzwerkes sehr am Herzen. Eine Frage, die sie gerne mit beantworten möchte: " Wie können Mädchen und Frauen aller Altersklassen hier gut leben?" Sie kann sich vorstellen, nach der Corona-Pandemie Ideenworkshops für und mit den Bürger:innen des Landkreises ins Leben zu rufen. Dabei sollen auch die Männer nicht außen vor bleiben, denn sie sind genauso mitverantwortlich, dass Gleichberechtigung gelingt. Als kommunale Gleichstellungsbeauftragte will sie Ansprechpartnerin für die Bürger:innen im Landkreis sein und mit ihrer Arbeit die Menschen durch Veranstaltungen und die Vermittlung von Beratungsangeboten für das Thema Gleichberechtigung noch mehr sensibilisieren. Dafür will sie zukünftig eine regelmäßige Sprechstunde anbieten, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus ist es ihr wichtig, Frauen für die Kommunalpolitik zu begeistern, denn auch hier sind diese oftmals unterrepräsentiert.

Zu den Aufgaben der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten gehören:

  • Initiierung von Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Arbeitsleben, in der Familie, im sozialen Umfeld sowie in der Gesellschaft
  • Zusammenarbeit mit örtlichen Frauengruppen, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen und Einrichtungen, die den Aufgabenbereich der Gleichstellungsbeauftragten berühren
  • Ansprechpartnerin für die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises, Beratungsstelle für ratsuchende Bürgerinnen und Bürger in enger Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden
  • Erstellung von Aufklärungs- und Informationsmaterial sowie Öffentlichkeitsarbeit und Pressemitteilungen
  • Organisation und Durchführung eigener Veranstaltungen
  • Erfahrungsaustausch mit anderen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sowie den für die Gleichstellung von Frauen und Männern zuständigen Stellen des Landes

Zu den Arbeitsschwerpunkten zählen:

  • Frauen im Erwerbsleben
  • Frauen in Partnerschaft und Familie
  • Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Förderung von Mädchen
  • Frauen und soziale Sicherung

Werdegang:
In der Sitzung des Kreistages am 28.06.2021 hatte die FWG-Kreistagsfraktion einen Antrag zur Prüfung auf Einrichtung eines Frauenhauses im Landkreis Vulkaneifel gestellt. Dieser Antrag wurde einstimmig zur weiteren Bearbeitung in den Kreisausschuss verwiesen.
Die Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der LK Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Vulkaneifel haben sich mit dem Thema Einrichtung von Frauenschutzwohnungen in der Eifel für die 3 Landkreise beschäftigt und diesbezüglich ein Kurzkonzept erstellt.
Jährlich werden rd. 30 Frauen aus den drei Landkreisen im Frauenhaus Trier bzw. bei „Hilfe für Frauen in Not (FIN) e.V.“ aufgenommen bzw. müssen wegen Vollbelegung abgewiesen werden (Aufstellung siehe Anlage 2).

Doris Sicken Frauenhaus Konzept
In einem Gespräch mit dem Fachreferat „Gewaltprävention und Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration haben Vertreter dieses Fachreferats signalisiert, die Einrichtung einer Frauenschutzwohnung von Landesseite nicht zu unterstützen bzw. zu fördern. Anders sähe es für die Planung eines Frauenhauses in der Eifel als gemeinsames Projekt der drei Landkreise aus. Der Unterschied zwischen Frauenschutzwohnung und Frauenhaus liegt im Personalschlüssel und im Betreuungsangebot.
Nun haben wir ein Konzept für ein Frauenhaus mit den möglichen Kosten erstellt (siehe Anlage 1).
Anfang August wurde eine Anfrage ans Ministerium gestellt, ob ein Frauenhaus in der Eifel befürwortet und somit auch gefördert werde, so dass wir in weitere Planungen einsteigen können. Die Antwort steht noch aus.
Als möglicher Träger hat der DRK-Kreisverband Bitburg-Prüm e.V. Interesse signalisiert.
Das Konzept wurde in der Sitzung des Kreisausschusses von der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken präsentiert.

Den SWR-Artikel vom 13.12.2021 zum Thema "Frauenhaus für die Eifel" finden Sie unter: So sehr braucht die Eifel ein Frauenhaus.

Konzept Einrichtung eines Frauenhauses in der Eifel (Anlage 1)

Aufstellung Übersicht Aufnahmen und Ablehungen (Anlage 2)

Die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte Doris Sicken bietet in Zusammenarbeit mit den  Gleichstellungsstellen der Region Trier eine Reihe von Workshops für erwerbstätige Frauen an, die Inspirationen, Informationen und Ideen für ihre Praxis liefern können.

Wir möchten FRAUEN auf Ihrem Weg unterstützen, sich zu qualifizieren, sich auszutauschen und vor allen Dingen mit Ihren Kompetenzen noch sichtbarer zu werden.

Aus dieser Reihe können Sie frei wählen, was Sie anspricht. Der Link wird nach der Anmeldung versandt.

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Anmeldung direkt bei:
Arbeit und Leben Rheinland-Pfalz
Tel. 06131/14086-21
E-Mail: a.herold@arbeit-und-leben.de

oder über folgenden Link: https://www.arbeit-und-leben.de/workshop/245-frauen-auf-ihrem-weg22-1

Für weitere Informationen steht Ihnen unsere Kommunale Gleichstellungsbeauftragte gerne zur Verfügung.

Der traditionelle Kino-Abend anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2022 in der Eifel-Film-Bühne in Hillesheim, zu dem die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und der Landfrauenverband Vulkaneifel alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen haben, war ein voller Erfolg. Alle verfügbaren Tickets waren bereits Tage vor der Veranstaltung
reserviert. Dass diese hohe Nachfrage nicht zuletzt auf den mit überaus guter Kritik versehenen Film „Wunderschön“ von und mit Karoline Herfurth zurückzuführen ist, zeigt, dass die Verantwortlichen erneut ein gutes Händchen bei der Filmauswahl zum Weltfrauentag bewiesen haben. Mit Augenzwinkern, einer genauen Beobachtungsgabe für die Realität und einer großen Portion Sensibilität zeigt der Film fünf Frauen, die in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens stehen und sich nicht schön genug, nicht glücklich genug oder nicht erfolgreich genug fühlen. „Ein rundum perfekter Wohlfühlfilm mit Tiefgang, bei dem sich jede und jeder in irgendeiner Weise in einer Szene oder einer Rolle wiederfinden konnte“, so das Fazit der Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken. Im Anschluss an die Filmvorstellung durfte das Publikum sich auf einen Gesprächsaustausch mit der Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt, die spontan für die leider kurzfristig erkrankte Bundestagsabgeordnete Lena Werner eingesprungen ist, Landrätin Julia Gieseking, der Vorsitzenden des Landfrauenverbandes Ilse Spohr und der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken freuen. Dabei zeigt sich Landrätin Julia Gieseking beeindruckt von der Filmvorstellung: „Ich bin immer noch geflasht. Auch ich habe mich im Film wiedergefunden. Alle, die Kinder haben, wissen, wie hin- und hergerissen man ist zwischen Wohlbefinden der Kinder und Job. Auch heute, in Zeiten der Corona-Pandemie, sieht man deutlich, dass vor allem Frauen den Spagat zwischen Kinderbetreuung, Job und Homeschooling bewältigen müssen.“

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Auch Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt war begeistert von der Message der Tragikomödie und betonte im Rahmen der Podiumsdiskussion, dass es nach wie vor mutige Frauen braucht, die etwas beitragen und verändern möchten. „Ich finde es toll, dass wir eine starke Landrätin, so viele selbstbewusste Landfrauen und eine engagierte Gleichstellungsbeauftragte haben und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam etwas erreichen können, wenn wir unsere Kräfte bündeln“, so Astrid Schmitt. Bereits seit mehr als 100 Jahren wird am 8. März weltweit auf Frauenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierungen aufmerksam gemacht. Der traditionelle Kinoabend anlässlich des Weltfrauentages in der Eifel-Film-Bühne Hillesheim fand erstmals 1997 auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen statt und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

Landkreis Vulkaneifel zieht an einem Strang
Auf Einladung der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten versammelten sich vergangenen Freitag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, trotz Kälte und Schneeregen, rund 50 Frauen und Männer vor der Kreisverwaltung Vulkaneifel. Nach einer kurzen Begrüßung hissten Landrätin Julia Gieseking und Kommunale Gleichstellungsbeauftragte Doris Sicken gemeinsam die Fahne „Frei leben – Nein zu Gewalt an Frauen“ als Symbol dafür, dass die Menschen im Landkreis Vulkaneifel an einem Strang ziehen und gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Der anschließende Fußweg mit 50 geöffneten oran-gefarbenen Schirmen zum hell erstrahlten Forum war sehr beeindruckend und machte auf das Thema aufmerksam.
Mit orangen Schirmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Der ORANGE-Day 2021Landrätin Julia Gieseking stellte in Ihrer eindrucksvollen Rede die Bedeutung des Tages dar und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland das größte Risiko für eine Frau ist, eben eine Frau zu sein, denn: „Alle fünf Minuten wird in Deutschland eine Frau bedroht, gestalkt oder missbraucht“.
Doris Sicken erläuterte Zahlen und Fakten von Gewalt in engen sozialen Beziehungen und merkte an, dass die Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Gleichstellungsstellen mehr Prävention, deutlichere gesetzliche Regelungen für soziale Netzwerke und ein verbindliches nachhaltiges Hilfesystem für Opfer jeglicher Form von Gewalt fordert. Anschließend leitete sie über auf ein Interview mit drei Institutionen, die in ihrer täglichen Arbeit mit dem Thema Gewalt befasst sind und Hilfe für Frauen aus der Gewalt anbieten.
Sowohl Tanja Winbush von der Interventionsstelle des Caritasverbandes Westeifel e.V. als auch Anne Beckermann von FIN Gerolstein – Hilfe für Frauen in Not e.V. und Johann Görgen von der Polizeiinspektion Daun berichteten, dass häusliche Gewalt viele Facetten hat und von verbalen bis zu schweren körperlichen Verletzungen und psychischen Erniedrigungen reicht. Die Institutionen arbeiten Hand in Hand, zeigen Wege aus der Gewaltspirale auf und bieten für die Betroffenen konkrete Hilfen an oder beraten in Sachen Gewaltprävention.

Bundestagsabgeordnete Lena Werner rundete mit Ihrer treffenden Schlussrede die Veranstaltung ab, in der sie unter anderem ihre Unterstützung beim Projekt „Frauenhaus in der Eifel“ zusagte. Die Bundestagsabgeordnete brachte somit den bedeutsamen Tag gegen Gewalt an Frauen zu einem gelungenen Abschluss.

„Ich bin beeindruckt, dass so viele Bürgerinnen und Bürger und auch Mitglieder aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik heute gekommen sind, um zum „Orange Day“, dem In-ternationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, im wahrsten Sinne des Wortes öffentlich „Farbe zu bekennen“, so das Fazit der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken.



Am Montag, 13.09.2021 kam der Weiterbildungsbeirat des Landkreises Vulkaneifel nach über einem Jahr endlich wieder zu einer Präsenzsitzung zusammen. Dies war im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung mit Abstand möglich.


Auf der Tagesordnung stand neben der Vorstellung der verschiedenen Organisationen im Weiterbildungsbeirat und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Weiterbildungsträgern auch die Neuwahl des Vorstandes.
Die Wahlleitung übernahm Landrätin Julia Gieseking persönlich.
Zur Vorsitzenden wurde Rita Novaki, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Gerolstein und Regionale Netzwerkkoordinatorin im Projekt GrubiNetz für Grundbildung und Alphabetisierung, einstimmig gewählt. Frau Novaki gehört dem Weiterbildungsbeirat bereits seit 2003 an.
Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Doris Sicken, Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel, einstimmig gewählt.
Sowohl Landrätin Julia Gieseking als auch der bisherige Vorsitzende Wolfgang Vierbuchen gratulierten den beiden Frauen als neuen Vorstand und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.
Wolfgang Vierbuchen, Dienststellenleiter der Katholischen Erwachsenenbildung Westeifel, seit 2006 Mitglied und seit Juni 2010 Vorsitzender im Weiterbildungsbeirat, scheidet nach 11 Jahren Vorstandstätigkeit als Vorsitzender aus, bleibt dem Rat jedoch mit seinem Engagement und seiner Fachkompetenz als Mitglied erhalten.
Landrätin Julia Gieseking dankte Herrn Vierbuchen sehr herzlich für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement, welches er als Vorsitzender im Weiterbildungsbeirat im Sinne aller Vertreter phantastisch ausgeübt hat und überreichte ihm als Dank und Anerkennung für seine Verdienste einen Präsentkorb.
Herr Vierbuchen bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren und freut sich, dass einer der wenigen Weiterbildungsbeiräte, die es im Land gibt, weitergeführt wird.

Aufgabe des Weiterbildungsrates ist es im Interesse bedarfsgerechter Bildungsangebote zu einer Zusammenarbeit in der Weiterbildung beizutragen, insbesondere durch
-    Sicherstellung von bedarfsgerechten Weiterbildungsangeboten,
-    Kooperation, Förderung und Vernetzung durch regelmäßige Arbeitstreffen,
-    Abstimmung von Fortbildungsprogrammen,
-    Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.
Die Mitglieder des Weiterbildungsbeirates sind alle staatlich anerkannten Weiterbildungsträger im Bereich der Erwachsenenbildung.
Lebenslanges Lernen und Weiterbildung werden immer wichtiger. Die Innovations- und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft hängt in hohem Maße von den Kompetenzen und Qualifikationen der Menschen ab. So gewinnt Weiterbildung für die berufliche und private Lebensplanung und -gestaltung immer mehr an Bedeutung.
Kontakt:
Doris Sicken
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel
Tel. 06592/933-579
Email: doris.sicken@vulkaneifel.de

Mädchen-Kreativ-Tag in neuem Format wurde gut angenommen
Über 100 Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren nahmen Ende September die vielseitigen Angebote des Mädchen-Kreativ-Tages 2021 wahr.
Erstmalig fanden die Workshops an vier Standorten und zwar an den Schulen in Hillesheim, Jünkerath und Gillenfeld sowie im JuDockZ in Dockweiler statt; aufgeteilt jeweils in zwei Gruppen, sowohl vormittags als auch nachmittags.


Die Mädchen konnten an einem abwechslungsreichen Programm aus aktiven und kreativen Angeboten, sowohl drinnen wie auch in der freien Natur, teilnehmen.
Wie macht man Popkorn am offenen Lagerfeuer? Dazu muss natürlich vorher Holz gehackt werden, und zwar von den Mädchen selbst, unter Aufsicht der Betreuerinnen. Auch die Zubereitung von herzhaften Barbecue-Rollen und süßen Apfeltaschen fürs Outdoor-Cooking wurden von den Teilnehmerinnen selbst vorgenommen.
Ebenso wurden Stiftehalter, Schmuck oder Freundschaftsbänder selbst gebastelt bzw. hergestellt. Auch konnten die Schülerinnen ihre Fähigkeiten und Interessen beim Filzen, Nähen, Malen, Schnitzen, Bogenschießen oder der mit Batterie betriebenen „Laufbürste Wirbelwind“ ausprobieren.
Das vielfältige Programm bot den Teilnehmerinnen die Gelegenheit, Neues auszuprobieren, mutig zu sein, Spaß zu haben, unbeschwert und sie selbst sein zu dürfen und vieles mehr.
Die strahlenden Gesichter der Mädchen und die zufriedenen Blicke der BetreuerInnen bewiesen bei der Abschlussrunde, dass der Mädchen-Kreativ-Tag ein großer Erfolg war.
Das Orga-Team, bestehend aus den SchulsozialarbeiterInnen im Landkreis, der Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Hillesheim und der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Vulkeneifel, bedankt sich für den durchweg gelungenen Tag, insbesondere bei den ehrenamtlichen BetreuerInnen, bei der Firma Nürburg Quelle Hermann Kreuter GmbH und der Kreissparkasse Vulkaneifel für die Unterstützung.
Der Mädchen-Kreativ-Tag bietet einen tollen Rahmen um Sozialkompetenzen, wie Kooperationsfähigkeit, Toleranz und Verantwortungsübernahme sowie Selbständigkeit der Schülerinnen zu stärken.


Das rheinland-pfälzische Frauenministerium feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. 1991 wurde das Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann gegründet. Aus diesem Anlass hat Frauenministerin Katharina Binz zu einer Festveranstaltung in den rheinland-pfälzischen Landtag eingeladen. Mehr als 100 Gleichstellungsbeauftragte, Ver-treterinnen von Frauenorganisationen, Beratungsstellen, Notrufen und Frauenhäusern nahmen daran teil. In ihrem Grußwort betonte die Ministerin die frauenpolitischen Fortschrit-te, die in den letzten 30 Jahren erreicht wurden: Wichtige Institutionen, wie der Landes-frauenrat und die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe, wurden in dieser Zeit ge-gründet.

1995 trat das Landesgleichstellungsgesetz in Kraft. Beratungs- und Hilfeangebote für von Gewalt betroffene Frauen sowie für den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach einer Familienphase sind geschaffen worden. Richtungsweisende Projekte, wie das erfolgreiche Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen RIGG und eine Antise-xismuskampagne, wurden ins Leben gerufen.
In einer Talkrunde, die die SWR-Moderatorin Patricia Küll moderierte, stellten Vertreterinnen Projekte und Meilensteine der rheinland-pfälzischen Frauen- und Gleichstellungspolitik vor. „Wir haben in Rheinland-Pfalz in dieser Zeit eine gut vernetzte, frauenpolitische Infrastruktur aufgebaut“, machte Frauenministerin Binz deutlich. „Dadurch konnten wir wichtige Fortschritte bei der Geschlechtergleichstellung erreichen und eine erfolgreiche Frauenpolitik auf den Weg bringen. Viel wurde erreicht, aber viel ist noch zu tun.“ Denn trotz der rechtlichen und politischen Fortschritte ist das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen groß. Frauenministerin Binz sieht hier besonderen Handlungsbedarf.
„Daher hat Rheinland-Pfalz als eines der ersten Länder eine eigene Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen einge-richtet. Die Istanbul-Konvention adressiert jegliche Form von Gewalt gegen Frauen. Besonders drastisch zeigt sich die Gewalt gegen Frauen jedoch darin, dass statistisch gesehen jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet wird. Oftmals wird vor Gericht, aber auch in der medialen Berichterstattung, von Taten aus Leidenschaft gespro-chen, doch das ist falsch – bei den Motiven geht es meist um Macht und einen vermeintlichen Besitzanspruch gegenüber der Frau. Das muss benannt werden, denn nur wenn die Mo-tive für Gewalt gegen Frauen deutlich werden, können wir dieses traurige gesellschaftliche Phänomen überwinden.“
Die heutige Ministerpräsidentin Malu Dreyer war die vierte Frauenministerin des Landes. Auch sie freut sich darüber, wie viel in den vergangenen drei Jahrzenten für Frauen erreicht werden konnte, doch bis die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht sei, gebe es dennoch viel zu tun. „Frauen müssen in allen Bereichen unseres gesell-schaftlichen Lebens in gleicher Weise teilhaben und mitbestimmen können wie Männer, dazu verpflichtet uns die Verfassung unseres Landes. Doch solange Frauen nicht die glei-chen beruflichen Chancen haben, ungerecht bezahlt werden und alleinerziehende Frauen das höchste Armutsrisiko tragen, sind wir davon noch weit entfernt“, so die Ministerpräsi-dentin.

Unternehmerinnenfrühstück der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten war ein voller Erfolg

Rund 50 Unternehmerinnen nahmen auf Einladung der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten am Samstag, dem 19.06.2021 an der Veranstaltung, die coronakonform ausgerichtet war, im Bildungs- und Freizeitzentrum Stiftsberg in Kyllburg teil. Voraussetzung zur Teilnahme waren u.a. die drei g´s (getestet, geimpft oder genesen).
Die Frauen freuten sich endlich wieder in Präsenz an der Veranstaltung teilnehmen zu dürfen, da das Bedürfnis nach einem Austausch face to face nach langer Entbehrung groß war.  Einige Unternehmerinnen nahmen auch die Möglichkeit in Anspruch online teilzunehmen und wurden in einer Videokonferenz hinzugeschaltet, so dass die sogen. Hybridveranstaltung eine besondere Note erfuhr.


Zum Thema „Strategische Positionierung Ihres Unternehmens“ stellte die international ausgezeichnete Referentin Dr. Johanna Dahm in einem interaktiven Vortrag dar, wie ein Unternehmen, ob in Industrie, Dienstleistung oder Einzelhandel, über Reflektion und Definition des eigenen Alleinstellungsmerkmals zu einer strategischen Positionierung gebracht werden kann. Somit werden auch wertvolle Perspektiven zur Gewinnung von Mitarbeitenden, Neukundenakquise sowie Abgrenzung vom Wettbewerb erreicht.
Aus der Perspektive der Kunden zu denken, bedeutet auch neue Impulse für die Personalarbeit, Kommunikation, Marketing und Vertrieb zu gewinnen.
Die Unternehmerinnen waren von den neuen Herangehensweisen, anderen Blickwinkeln und Impulsen begeistert und jede Frau konnte sich für ihr eigenes Unternehmen das entsprechende mitnehmen.


Auch Landrätin Julia Gieseking war von der Veranstaltung und dem Vortrag beeindruckt. Als ehemals selbständige Architektin war sie selbst Unternehmerin und konnte die Herangehensweise sowie die einzelnen Schritte zur strategischen Positionierung gut nachvollziehen und auch bestätigen.
Im Gespräch mit der Referentin konnte jede Unternehmerin ihre eigenen Ideen präsentieren, ihr Unternehmen vorstellen sowie Fragen stellen bzw. Unsicherheiten klären. Die anschließende Zeit zum Austausch und Netzwerken untereinander war wie immer sehr wertvoll.
Das nächste Unternehmerinnenfrühstück findet im Juni 2022 in Daun statt.
Bei Fragen wenden Sie sich an:
Doris Sicken, Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel
Tel.: 06592/939-579, Email: Doris.Sicken@vulkaneifel.de

Die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte Doris Sicken zum Internationalen Frauentag am 08.März 2021

Interne Aufgaben

  • Mitwirkung bei der Erstellung und Durchführung von Programmen und Maßnahmen der Verwaltung, z.B. Frauenförderplan
  • Beteiligung an der verwaltungsinternen Personalentwicklung unter dem Aspekt der Chancengleichheit von Frauen und Männern
  • Teilnahme an Vorstellungsgesprächen
  • Ansprechpartnerin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Problemen am Arbeitsplatz, besonders bei direkter oder indirekter Benachteiligung wegen des Geschlechtes

Somit arbeitete die Gleichstellungsbeauftragte darauf hin, auf Geschlechterdiskriminierungen aufmerksam zu machen und Benachteiligungen abzubauen.
Hauptprinzip dabei ist Gender Mainstreaming.

bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen

  • bedeutet, dass das Wirken der kommunalen Verwaltung und ihre kommunalpolitischen Entscheidungen vor allem unter geschlechtsspezifischen Aspekten betrachtet werden müssen, um die unterschiedlichen Auswirkungen zu erkennen und letztendlich Benachteiligungen abbauen zu können. Dahinter steht der Gedanke, dass jede politische Entscheidung und Maßnahme unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer haben.
  • gewinnt in Hinblick auf die demografische Entwicklung des Landkreises eine höhere Bedeutung. Die Umsetzung dieses Leitprinzips bedeutet vor allem, gezielt die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern zu berücksichtigen und in die Kreisentwicklung einfließen zu lassen.

Dokumente:

Zuständig

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