Klimaschutzkonzepte
Um die bereits begonnen Aktivitäten zielgerichtet fortzusetzen, beteiligen sich der Natur- und Geopark und der Landkreis Vulkaneifel seit 2016 an dem Projekt „ZENAPA“ (Zero Emission Nature Protection Areas), dessen Kernziel die CO2-Neutralität von Großschutzgebieten ist. Unter Berücksichtigung von Aspekten wie Naturschutz, Förderung von Biodiversität und Weiterentwicklung regionaler nachhaltiger Wertschöpfung sollen im Rahmen dieses Projekts bis 2024 eine Vielzahl von Maßnahmen und Kampagnen umgesetzt werden.
Um sein Handeln strategisch ausrichten zu können, ließ der Landkreis zusätzlich ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellen. Darüber hinaus wurde ein Klimaschutzteilkonzept „Nachhaltige Mobilität“ erarbeitet. Beide Konzepte wurden gefördert im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Förderkennzeichen: 03K05056, 03K05054).
Ebenfalls in diesem Rahmen wird seit 2020 eine Personalstelle für das Klimaschutzmanagement im Landkreis Vulkaneifel gefördert, welche diese Konzepte umsetzt. Hierzu erhält der Landkreis aktuell eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Das Vorhaben "KSI: Begleitendes Klimaschutzmanagement zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes und des Teilkonzeptes Mobilität für die eigenen Zuständigkeiten des Landkreis Vulkaneifel - Anschlussvorhaben" hat eine Laufzeit vom 01.12.2023 bis zum 31.11.2025 (Förderkennzeichen: 67K12712-1).
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Integriertes Klimaschutzkonzept
Das integrierte Klimaschutzkonzept bündelt Maßnahmen, die zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landes und des Bundes beitragen sollen – denn der weltweiten Klimaerwärmung kann nur entgegengewirkt werden, wenn insbesondere auf kommunaler/ regionaler Ebene alle Anstrengungen für eine Energiewende übernommen werden. Das Integrierte Klimaschutzkonzept wurde vom Institut für Stoffstrommanagement des Umweltcampus Birkenfeld erstellt.
Aufgeteilt in die Handlungsfelder „Strategie“, „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ sowie „Mobilität“ sind in diesem Konzept 15 Maßnahmen festgehalten, die es nun gilt umzusetzen.
Das erste Handlungsfeld „Strategie“ dient der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um sowohl nach innen, als auch nach außen zentrale Faktoren für Klimaschutz, Innovation und regionale Wertschöpfung zu definieren. Dazu gehört beispielsweise eine Etablierung des Klimaschutzes als Querschnittsaufgabe innerhalb der Verwaltung selbst oder auch die Sensibilisierung durch Klimabildung sowie die Durchführung von Kampagnen.
Das zweite Handlungsfeld „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ verfolgt das Ziel, die vorhandenen Potenziale im Landkreis zu aktivieren. Maßnahmen wie die Implementierung eines Gebäudeenergiemanagements für die Kreisverwaltung oder die Verbreitung energieeffizienter Beleuchtung im Innen- und Außenraum sollen dabei helfen, das Ziel zu erreichen.
Im dritten Handlungsfeld – „Mobilität“ – sind Maßnahmen enthalten, die im Klimaschutzteilkonzept „Nachhaltige Mobilität für den Landkreis Vulkaneifel“ vertieft werden. Dazu zählt ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement für die Verwaltung und der stufenweise Aufbau eines Mobilitätszentrums.
Bei Fragen rund um das Thema Klimaschutz melden Sie sich gerne bei den Ansprechpersonen.
Teilkonzept Nachhaltige Mobilität
Das Klimaschutzteilkonzept „Nachhaltige Mobilität für den Landkreis Vulkaneifel“ wurde von den Experten von B.A.U.M. Consult GmbH und EcoLibro GmbH unter Beteiligung vieler regionaler Akteure erstellt. Ziel ist es, die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen langfristig zu sichern.
Bei dem Klimaschutzteilkonzept handelt es sich um ein umsetzungsorientiertes Programm mit 15 Leitprojekten und Maßnahmen. Diese Maßnahmen sind den vier Handlungsfeldern „Elektromobilität“, „Sharing und Digitalisierung“, „Intermodalität und Umweltverbund“ und „Mobilitätswende und Mobilitätsmanagement“ zugeordnet.
Hierzu wurde in der Vergangenheit beispielweise Ladeinfrastuktur für E-Fahrzeuge geschaffen, Radabstellanlagen gebaut oder ein Carsharing an der Kreisverwaltung etabliert. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wird jährlich die Aktion „STADTRADELN“ organisiert. Es ist angestrebt, weitere Maßnahmen in Zukunft umzusetzen.
Im Handlungsfeld „Elektromobilität“ sind verschiedene Maßnahmen angesiedelt, mit dem Ziel, u. a. den bedarfsorientierten Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur im Landkreis Vulkaneifel zu fördern.
Das Handlungsfeld „Sharing und Digitalisierung“ befasst sich mit Themen wie diversen Carsharing-Modelle, beispielsweise der Etablierung von gemeinschaftlich genutzten Dorfautos. Ein Carsharing-Auto kann laut Erfahrungsberichten circa 10 bis 12 Autos ersetzen, die hauptsächlich als „Stehzeug“ fungieren.
Die Förderung des Radverkehrs wird u. a. dem Handlungsfeld „Intermodalität und Umweltverbund“ zugeordnet. Hierzu zählt auch die Steigerung der Intermodalität wie z. B. Bike + Ride und die Förderung des ÖPNV.
Im Handlungsfeld „Mobilitätswende und Mobilitätsmanagement“ sind diverse Maßnahmen angesiedelt. Hier geht es sowohl um die Klimabildung und Öffentlichkeitsarbeit, als auch um die Thematik „Betriebliches Mobilitätsmanagement“.
Bei Fragen rund um das Thema nachhaltige Mobilität melden Sie sich gerne bei den Ansprechpersonen.


