Feierliche Einbürgerung im Landkreis Vulkaneifel

Kurz vor Weihnachten, einer Zeit der Gemeinschaft und des Miteinanders, fand im Landkreis Vulkaneifel eine feierliche Einbürgerungsveranstaltung statt. Für 57 Menschen aus 17 unterschiedlichen Herkunftsländern – darunter 15 Kinder – markierte dieser Tag einen bedeutenden Schritt: Sie erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit und bekannten sich damit zu den Werten des Grundgesetzes sowie zu Deutschland als neuer Heimat.

Begrüßung der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger durch Landrätin Julia Gieseking. Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel

Die feierliche Übergabe der Einbürgerungsurkunden erfolgte in einem würdigen Rahmen, der die Bedeutung dieses Moments unterstrich. Landrätin Julia Gieseking überreichte die Urkunden persönlich und hieß die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger herzlich im Landkreis Vulkaneifel willkommen. Gemeinsam mit ihren Familien und Freunden erlebten sie einen emotionalen Augenblick, der den Weg in einen neuen Lebensabschnitt symbolisierte.

Zeichen gelebter Vielfalt

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel richtet mindestens einmal jährlich eine Einbürgerungsfeier aus. Gemeinsam mit der Integrations- und Migrationsbeauftragten Maaike Thijs, den Kreisbeigeordneten sowie Mitgliedern des Kreistages unterstrich Landrätin Julia Gieseking die besondere Bedeutung dieses Ereignisses. Die Herkunftsländer der Eingebürgerten zeigen die kulturelle Vielfalt, die den Landkreis bereichert und das gesellschaftliche Leben lebendig macht.

Neue Rechte, neue Verantwortung

In ihrer Ansprache machte Landrätin Gieseking deutlich, dass der Antrag auf Einbürgerung weit mehr sei als ein formaler Akt: „Er steht für den Wunsch, die eigene Zukunft aktiv in dem Land zu gestalten, in dem man leben möchte, und für die Hoffnung auf eine gute Perspektive.“

Mit der deutschen Staatsangehörigkeit gehen umfassende Rechte einher, die im Grundgesetz verankert sind – darunter Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit und das Recht auf freie Entfaltung. Gleichzeitig rief Gieseking dazu auf, diese Werte zu schützen und Verantwortung zu übernehmen, insbesondere durch die aktive Wahrnehmung des Wahlrechts. „Demokratische Mitbestimmung ist ein hohes Gut, für das Menschen in vielen Teilen der Welt noch immer kämpfen“, betonte sie.

Zugleich hob die Landrätin hervor, wie wichtig Zuwanderung für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft ist. Gerade angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels seien Menschen, die sich im Landkreis zuhause fühlen und sich einbringen, unverzichtbar.

Engagement als Grundlage

Viele der neu Eingebürgerten leben bereits seit Jahren in Deutschland. Voraussetzungen wie ausreichende Sprachkenntnisse, das erfolgreiche Absolvieren des Einbürgerungstests sowie die Sicherung des Lebensunterhalts wurden von allen erfüllt. Damit haben sie ihr Engagement und ihre Verbundenheit mit ihrer neuen Heimat eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Willkommen in der Vulkaneifel

Mit rund 60.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Vulkaneifel zwar der kleinste Landkreis in Rheinland-Pfalz, bietet jedoch eine hohe Lebensqualität. Die einzigartige Vulkanlandschaft mit Maaren, Felsen und Quellen, ein vielfältiges Bildungsangebot, zahlreiche Vereine sowie wirtschaftlich starke Unternehmen – vom Global Player bis zum Hidden Champion – prägen die Region. „Die Vulkaneifel ist ein wunderbarer Ort zum Leben, vor allem aber wegen der Menschen, die hier wohnen. Ich freue mich sehr, dass Sie Ihren Lebensmittelpunkt hier gefunden haben“, so Landrätin Gieseking abschließend.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Sebastian Häb, Schüler der Musikschule Landkreis Vulkaneifel e. V., der die Veranstaltung mit dem Trompetenspiel der Nationalhymne feierlich begleitete.