In der Verbandsversammlung des Verkehrsverbund Region Trier (VRT) am Mittwoch, 25. März, standen die aktuellen Entwicklungen bei der Nachfrage im öffentlichen Verkehr im Mittelpunkt. Neben der steigenden Nutzung des Deutschlandtickets und des RufBus-Angebots wurden auch Überlegungen zur Einführung eines Luftlinientarifs vorgestellt.
Besonders positiv fällt der Blick auf das Deutschlandticket aus: Insgesamt ist die Nutzerzahl des Deutschlandtickets auf ca. 80.000 pro Monat gestiegen. Auch die Zahl der Unternehmen, die das Deutschlandticket-Jobticket über den VRT beziehen, ist innerhalb eines Jahres von 31 auf 42 gestiegen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Deutschlandtickets legten deutlich zu und stiegen um rund 5,3 Millionen Euro auf nun rund 29 Millionen Euro. Damit stammen etwa 78 Prozent der Gesamterlöse des VRT aus dem Deutschlandticket.
Barbara Schwarz, Geschäftsführerin des VRT, freut sich: „Die aktuelle Nachfrageentwicklung zeigt deutlich, dass der öffentliche Nahverkehr in der Region an Attraktivität gewonnen hat. Angebote wie der RufBus leisten einen wichtigen Beitrag, um den öffentlichen Nahverkehr für immer mehr Menschen attraktiv zu machen.“
Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Fast 200.000 Menschen nutzten das flexible RufBus-Angebot im Jahr 2025 – im Jahr zuvor waren es noch knapp 140.000. Im Jahr 2025 zeigt sich, dass die Nachfrage kontinuierlich in allen Landkreisen wächst und sich somit immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Philipp Dahlem, Bereichsleiter Tarif/ Vertrieb/ Statistik und Einnahmenaufteilung des VRT, sagt: „Die Zahlen zeigen, dass der RufBus für viele Menschen eine echte Ergänzung zum bestehenden Linienverkehr darstellt und in der Region zunehmend angenommen wird.“
Auch im digitalen Bereich entwickelt der VRT seine Angebote weiter: Die Web-Fahrplanauskunft sowie die App „VRT mobil“ wurden umfassend modernisiert und bieten inzwischen unter anderem Echtzeitinformationen, Favoritenfunktionen und eine verbesserte Nutzerführung. Für das Jahr 2026 ist zudem geplant, die Buchung von RufBus-Fahrten direkt in die App zu integrieren.
Mit Vorstellung des neuen Luftlinientarifs (auch eTarif genannt) setzt der VRT zu gleich einen weiteren Schritt, um den Nahverkehr in der Region noch einfacher zu gänglich zu machen. In einer Präsentation wurde dargelegt, wie der geplante eTarif künftig den Zugang zum ÖPNV deutlich vereinfachen soll: Fahrgäste benötigen keinen klassischen Fahrausweiskauf mehr, sondern können ihre Fahrt digital per In/Out-System über die VRT-App starten und beenden. Das bedeutet, dass sich Fahrgäste beim Einstieg in der App einchecken und der Ausstieg automatisch erkannt wird, sodass der Preis darauf basierend berechnet werden kann. Somit ist der Fahrgast jederzeit automatisch im Besitz eines gültigen Tickets. Grundlage der Preisberechnung ist dabei die zurückgelegte Strecke per Luftlinie, wodurch Tarifzonengrenzen und damit verbundene Preissprünge entfallen. Ziel ist es, den bestehenden Tarif insgesamt verständlicher, digitaler und insbesondere für Gelegenheitsnutzer*innen attraktiver zu gestalten.
Gleichzeitig wird ein besonderes Augenmerk auf eine ausgewogene preisliche Ausgestaltung gelegt, die unter anderem kurze Fahrten gezielt attraktiver macht. Die technische Umsetzung des Systems befindet sich derzeit in Vorbereitung, perspektivisch soll der eTarif das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen und neue Impulse für die Nutzung des ÖPNV in der Region setzen.
Marcel Schillen, Geschäftsführer des VRT, betont: „Mit dem geplanten eTarif machen wir den nächsten Schritt hin zu einem einfachen, digitalen und nutzerfreundlichen Tarifsystem. Unser Ziel ist es, den Zugang zum Nahverkehr weiter zu erleichtern und gleichzeitig ein transparentes und faires Preismodell anzubieten.“
Quelle: Verkehrsverbund Region Trier GmbH


