Menu

Zukunfts-Check Dorf

Demographischer Wandel – Herausforderung und Chance zugleich

Geänderte Sozialstrukturen in vielen Dörfern, eine immer älter werdende  Bevölkerung, Gebäudeleerstände und verwahrloste Grundstücke, Schließung von Nahversorgungs- und Infrastruktureinrichtungen, weniger Leben im Dorf, aber auch Erschließung von Bauflächen für junge Familien, Stärkung des sozialen Zusammenhalts, Chancen durch die Digitalisierung (Stichwort: Homeoffice) – all das sind Beispiele für Herausforderungen und Handlungsbedarfe, die sich als Folge des demographischen Wandels in vielen Gemeinden bundesweit ergeben.

Der Landkreis Vulkaneifel und mit ihm seine 109 Ortsgemeinden sowie die Orts- und Stadtteile stehen in den kommenden Jahren vor der Herausforderung, sich im Wettbewerb um Einwohnerinnen und Einwohner, um Unternehmen, um private Investitionen, um Freizeit – und Kultureinrichtungen als attraktive Standorte zu positionieren. Neben den harten sind auch die weichen Standortfaktoren, wie z. B. Wohnen, älter werden im Dorf, Familie & Beruf, Gesundheit, Kultur und Freizeit von ganz besonderer Bedeutung.

FAQ´s:

Der Zukunfts-Check Dorf ist ein vom Innenministerium des Landes RLP gefördertes Projekt, das in verschiedenen Landkreisen in Rheinland-Pfalz durchgeführt wird und die teilnehmenden Dörfer in ihrer Entwicklung begleitet. Beim ZUKUNFTS-CHECK DORF geht es darum, gemeinsam mit den Menschen in unseren Dörfern Antworten auf die Fragen zu finden, wie wir unsere Dörfer zukunftsfähig aufstellen und als attraktive Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandorte erhalten können.

Die Bürgerinnen und Bürger analysieren dabei selbst die Stärken und Schwächen ihrer Gemeinde und formulieren – darauf aufbauend – konkrete Handlungsstrategien für eine positive Entwicklung ihres Lebensumfeldes. 

Wo stehen wir? Was sind unsere Stärken, wo liegen unsere Schwächen? Was wollen wir gemeinsam anpacken? Welche Möglichkeiten haben die Einwohner die Entwicklung ihres Heimatdorfes selbst positiv zu beeinflussen? Wie schaffen wir langfristig Grundlagen, um Förderwege zu erhalten, neue Förderwege zu eröffnen? Entwickeln wir aus unserer Mitte heraus kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Strategien. Stellen wir uns für die Zukunft auf!

Zwei Drittel – 72 der 109 Ortsgemeinden in den drei Verbandsgemeinden des Landkreises Vulkaneifel – haben sich dazu entschlossen, im Rahmen des Zukunfts-Check Dorf ein Dorferneuerungskonzept oder dessen Fortschreibung zu erarbeiten.  

Eine Vielzahl von Entwicklungen bestimmt auch die Situation in den Dörfern, u.a.:

  • demographischer Wandel
  • Folgen der Corona-Pandemie
  • Integration von Zugezogenen 
  • Gesellschaftlicher Wandel
  • Digitalisierung und Globalisierung
  • Klimawandel und Energiewende
  • Überalterung und Bevölkerungsrückgang
  • Abwanderung junger Menschen
  • tiefgreifende Versorgungsdefizite (keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Kneipen, keine Arztpraxen mehr in den Dörfern)
  • Zunahme an Leerständen
  • Verlust und Wohn- und Lebensqualität
  • Vereinssterben etc.
  • langfristiger Erhalt der Dörfer als attraktive Wohn-, Lebens- und Arbeitsorte
  • Stärkung der Dorfgemeinschaft und Erhöhung des bürgerschaftlichen Engagement
  • Bewusstseinsschaffung für das eigene Dorf
  • Erkennen von örtlichen Herausforderungen, Chancen, Potenzialen
  • Entwicklung zukunftsfähiger Strategien
  • Fortschreibung/ Erstaufstellung der Dorferneuerungskonzepte und somit Herstellung der Förderfähigkeit

 

Als wichtiger Baustein im Rahmen der Aufstellung eines Kreisentwicklungskonzeptes trägt der Zukunfts-Check Dorf durch seine inhaltlichen Erkenntnisse auch wesentlich zur Entwicklung des gesamten Landkreises Vulkaneifel bei.

Zunächst findet in jeder Ortsgemeinde eine öffentliche Auftaktveranstaltung, die die Kreisverwaltung gemeinsam mit der Gemeinde durchführt, statt, zu der alle Einwohnerinnen und Einwohner der Ortsgemeinde eingeladen werden. Am Abend des Auftakts sind die Bürgerinnen und Bürger jedoch nicht nur zum Zuhören geladen. Zuerst werden gemeinsam Stärken und Schwächen der eigenen Gemeinde gesammelt und anschließend Arbeitskreise zu den wichtigsten Themen gegründet.

Anschließend führen die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Monaten in eigenständigen Arbeitskreisen eine Art „Dorf-Inventur“ durch: Sie erheben mit Hilfe von vorgefertigten Erhebungsbögen den Bestand und bewerten diesen im Hinblick auf den zukünftigen Bedarf. Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die Rolle eines ehrenamtlichen "Kümmerers" in jeder Ortsgemeinde. Diese Person fungiert als Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner und als Bindeglied zwischen der Ortsgemeinde und der Kreisverwaltung.

Danach werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die in einem Maßnahmenkatalog festgehalten und in einem Maßnahmenplan visualisiert werden. Von der Auftaktveranstaltung bis zum Abschlussbericht dauert es ca. ein Jahr.

Im Rahmen des „Zukunfts-Check Dorf“ werden unter starker Miteinbeziehung der Bürgerinnen und Bürger („neue Impulse setzen“) zukunftsfähige, individuelle Strategien für die Dörfer entwickelt.

Das Ergebnis des Zukunfts-Check-Dorf ist ein Abschlussbericht mit Maßnahmen und Handlungsempfehlungen. Dieser wird in der Regel als Dorferneuerungskonzept anerkannt. Für Dörfer die noch kein DE-Konzept haben wird damit die Tür für ein Förderprogramm geöffnet, welches für die Altbausanierung privater Hauseigentümer bis zu 40.903 € ermöglicht und für Kommunen Förderungen bis 65 % in Aussicht stellt.

Für Gemeinden mit älteren Konzepten werden neue Perspektiven eröffnet und die grundsätzliche Berücksichtigung im DE-Programm verlängert.

 

Zukünftige Termine in den Ortsgemeinden

29.02.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Dohm-Lammersdorf im Gemeindehaus.

05.03.2024, um 18:00 Uhr in Gerolstein-Roth im Gemeindehaus.

07.03.2024, um 18:00 Uhr in Gerolstein-Oos im Gemeindehaus.

12.03.2024, um 18:00 Uhr in Gerolstein-Gees im Gemeindehaus.

14.03.2024, um 18:00 Uhr in Gerolstein-Hinterhausen im Gemeinschaftsraum im Feuerwehrhaus.

19.03.2024, um 18:00 Uhr in Stadtkyll / Niederkyll in der Marktscheune Stadtkyll, Burgberg 22.

26.03.2024, um 18:00 Uhr in Leudersdorf, Nollenbach und Flesten im Gemeindehaus.

 

Vergangene Termine in den Ortsgemeinden

27.02.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Horperath im Gemeindehaus.

22.02.2024, um 19:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Scheid im Gemeindehaus.

01.02.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Saxler im Gemeindehaus.

30.01.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Neichen im Gemeindehaus.

25.01.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Gelenberg im Gemeindehaus.

16.01.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Winkel im Gemeindehaus.

11.01.2024, um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Üxheim im Bürgerheim.

 

Pressemitteilungen mit weiteren Informationen

72 Ortsgemeinden erstellen ihr eigenes Dorferneuerungskonzept

Der Landkreis Vulkaneifel konnte am 1. Dezember mit der Erarbeitung eines Kreisentwicklungskonzepts und dem Zukunfts-Check Dorf starten. Mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz wird einerseits mit dem Kreisentwicklungskonzept ein Gesamtkonzept für den Landkreis erarbeitet, das mit der Entwicklung von Strategien und Handlungszielen die Weichen für die Zukunft stellen und als Grundlage zur Entwicklung, Orientierung und Gestaltung künftiger Entscheidungen dienen soll.

Zum anderen fällt der Startschuss für die am Zukunfts-Check Dorf interessierten Gemeinden. Für die Umsetzung des Gesamtprojektes ist ein Zeitraum von drei Jahren vorgesehen.

Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Vulkaneifel

Ziel des Kreisentwicklungskonzepts für den Landkreis Vulkaneifel ist die Erarbeitung eines querschnittsorientierten Entwicklungs-, Orientierungs- und Handlungsrahmens für eine zukunftsfähige Kommunalentwicklung. Hierbei gilt es vor allem, den künftigen Veränderungsprozessen positiv gegenüber zu treten und trotz aller Erschwernisse, Entwicklungschancen konsequent zu nutzen. Neben den strukturellen Herausforderungen erfordert eine Vielfalt gesellschaftlicher und fachspezifischer Entwicklungen neue Antworten zur Anpassung beziehungsweise Sicherstellung der Daseinsvorsorge. Vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen und als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung wird der Landkreis Vulkaneifel in einem aus mehreren Phasen bestehenden Prozess ein ganzheitliches integriertes Kreisentwicklungs- und Strategiekonzept erarbeiten. Damit ein wirksames strategisches Konzept entwickelt werden kann, bedarf es einer möglichst umfassenden und breiten Informationsgrundlage. Neben einer rein faktenbasierenden Analyse unter Einbindung der bisherigen Teilkonzepte sollen auch die weichen Faktoren, emotionale Momente wie Lebensqualität und Zufriedenheit erhoben werden. Die Ermittlung der Chancen/Risiken und Herausforderungen/Ressourcen bildet die Basis für die Erschließung von Schlüsselfaktoren, die für das Erreichen bestimmter Ziele wichtig sind. Dies erleichtert das Verständnis, die Darstellung und die Diskussion über landkreisspezifische Charakteristika. Es sollen Leitbilder, Handlungsfelder und -ziele, aber auch konkrete Handlungsempfehlungen sowie Maßnahmen unter breiter Beteiligung und Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger und lokaler Akteure erarbeitet werden. Mit dem Kreisentwicklungskonzept soll eine langfristige Entwicklungsdynamik hervorgerufen und der Landkreis Vulkaneifel dazu befähigt werden, sich langfristig selbst weiter zu entwickeln und als Standort zu positionieren, um auch bei besonderen Herausforderungen robust und krisenfest zu sein.

Zukunfts-Check Dorf

Zwei Drittel – 72 der 109 Ortsgemeinden in den drei Verbandsgemeinden des Landkreises Vulkaneifel – haben sich dazu entschlossen, im Rahmen des Zukunfts-Check Dorf ein Dorferneuerungskonzept oder dessen Fortschreibung zu erarbeiten.  

Überalterung der Bevölkerung, fehlender ÖPNV sowie die Schließung von Nahversorgungs- und Infrastruktureinrichtungen sind nur einige Beispiele für drängende Handlungsbedarfe und Herausforderungen in vielen Gemeinden, die sich in Folge des demografischen Wandels ergeben. Durch den Zukunfts-Check Dorf soll den teilnehmenden Gemeinden die Chance eröffnet werden, anhand aktueller Erkenntnisse in sozialen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen und baulichen Belangen eine zukunftsfähige Strategie mit Maßnahmenansätzen zu entwickeln. Durch die breite Bürgerbeteiligung soll ein Bewusstsein für das eigene Dorf geschaffen beziehungsweise geschärft werden, um so Chancen und Herausforderungen der weiteren Entwicklung zu erkennen.

Ziele des Zukunfts-Check Dorf sollen unter anderem der Erhalt der Dörfer als attraktiver Lebens- und Sozialraum und der Erhalt und Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements sein. Das Erkennen von Chancen und Herausforderungen sowie die Möglichkeit der Einwohnerinnen und Einwohner aktiv mitzuwirken und gemeinsam Ideen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln sind ebenfalls Ziele des Projektes. Diese münden dann in der Erstellung beziehungsweise Fortschreibung eines Dorfentwicklungskonzepts. Gleichzeitig werden die Gemeinden befähigt, dieses Konzept zukünftig eigenständig fortzuschreiben.

Bei der Durchführung vom Zukunfts-Check Dorf werden die einzelnen Gemeinden von einem Projektleiter und einer Projektmanagerin begleitet und unterstützt. Sie werden den teilnehmenden Gemeinden und Akteuren vom Start über die Entwicklung bis hin zum fertigen Konzept zur Seite stehen.

Ansprechpartner

Die Erstellung des Kreisentwicklungskonzeptes und die Durchführung des Zukunfts-Check Dorf sind bei der Abteilung Struktur- und Kreisentwicklung des Landkreises Vulkaneifel angesiedelt.

Daun, 21.12.2023

Eva Esch ist seit Dezember 2023 neue Kreisentwicklerin des Kreises Vulkaneifel in der Abteilung Struktur- und Kreisentwicklung. Mit ihr startet ab Januar 2024 das Projekt „Zukunfts-Check Dorf“ in den Gemeinden des Landkreises Vulkaneifel.

Damit eröffnet sich für alle teilnehmenden Gemeinden die Chance in einem aktualisierten Verfahren wieder und für einzelne Gemeinden auch erstmalig in den Dorfentwicklungsprozess einzusteigen. Wie wohl fühlen sich die Menschen in der Vulkaneifel? Wie können die Bewohner Einfluss auf die Entwicklung ihrer Heimatdörfer nehmen?

Überalterung der Bevölkerung, soziale Vereinsamung, geschwächte generationsübergreifende Vereinsstrukturen, verwahrloste Gebäudeleerstände sowie fehlende Nahversorgungs- und Infrastruktureinrichtungen sind nur einige Beispiele für drängende Handlungsbedarfe und Herausforderungen in vielen Gemeinden. Auch wenn nicht alle Schreckensszenarien wie prognostiziert eingetroffen sind – die Folgen des demographischen Wandels sind in vielen Bereichen spürbar geworden.

Hier setzt das vom Ministerium des Innern und für Sport geförderte Projekt „Zukunfts-Check Dorf“ an. Mit Unterstützung der Kreisverwaltung eröffnet dieses Projekt den Gemeinden die Chance, anhand aktueller Erkenntnisse in sozialen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen und baulichen Belangen eine zukunftsfähige Strategie mit Maßnahmenansätzen zu entwickeln.

Die auf unserer Website verwendeten Cookies sind ausschließlich so genannte “Session-Cookies”.
Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Wir verwenden KEINE Tracking-Cookies