Die Kreisverwaltung Vulkaneifel setzt ihren konsequenten Kurs zur Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes fort. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurden Ende April gleich mehrere neue Einsatzfahrzeuge durch Landrätin Julia Gieseking offiziell übergeben und in den Dienst gestellt.
Die Erfahrungen aus vergangenen Großschadenslagen, hier allen voran das Flutereignis 2021, die steigenden Anforderungen durch den Klimawandel und die veränderte Sicherheitslage in Europa zeigen, wie wichtig der überörtliche Brandschutz, die überörtliche allgemeine Hilfe sowie der Katastrophenschutz sind. Der Landkreis Vulkaneifel investiert daher kontinuierlich in den Brand- und Katastrophenschutz, und damit letztlich in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Vor diesem Hintergrund wurden erneut neue Einsatzfahrzeuge beschafft und in feierlichem Rahmen offiziell in den Dienst gestellt. Die Übergabe erfolgte durch Landrätin Julia Gieseking gemeinsam mit Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Markus Keppler. An der Veranstaltung nahmen zudem die politischen Vertreter des Kreistags, bestehend aus Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden, die Bürgermeister der Verbandsgemeinden, die Wehrleiter der Verbandsgemeinden, Vertreter des DRK-Kreisverbandes Vulkaneifel sowie die Kreisbereitschaftsleitung teil.
Vorstellung moderner Einsatzfahrzeuge
Im Rahmen der Veranstaltung wurden drei neue Fahrzeuge vorgestellt, die künftig bei einer Vielzahl von Einsatzszenarien zum Einsatz kommen können:
Kommandowagen (KdoW)
Der Kommandowagen (KdoW) ist stationiert beim Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Vulkaneifel und dient als Führungs- und Koordinationsmittel im Einsatz. Es bringt nicht nur den Einsatzleiter schnell zur Einsatzstelle, sondern dient auch zur Erkundung und Lagefeststellung.
Einsatzleitwagen 2 (ELW 2)
Der Einsatzleitwagen 2 ist bei der Feuerwehr Daun stationiert und fungiert als mobile Einsatzleitstelle mit mehreren Funkarbeitsplätzen und einem Besprechungsraum. Er ist ein zentrales Element bei Großschadenslagen und ermöglicht die Einrichtung der Technischen Einsatzleitung direkt vor Ort.
Rettungstransportwagen (RTW)
Der neue Rettungstransportwagen ist stationiert beim DRK Kreisverband Vulkaneifel / DRK Ortsverein Gerolstein. Er dient der Erstversorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten und ist eigenständig einsatzfähig.
Landrätin Gieseking betonte bei der Übergabe der Fahrzeuge die Bedeutung der Investitionen: „Ein leistungsfähiger Katastrophenschutz ist keine Option, sondern eine Verpflichtung. Mit den heutigen Fahrzeugen stärken wir gezielt unsere Einsatzkräfte und sorgen dafür, dass Hilfe im Ernstfall schnell und zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ich danke allen Beteiligten, vor allem den zahlreichen Ehrenamtlichen in den Feuerwehren und beim DRK an den Standorten, an denen die Fahrzeuge stehen, für ihr Engagement und ihre Zeit zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger und hoffe, dass die Fahrzeuge nie zu einer großen Schadenslage eingesetzt werden müssen.“
Investitionen im Doppelhaushalt 2026/2027 unterstreichen Priorität des Bevölkerungsschutzes
Der Landkreis plant im Doppelhaushalt 2026/2027 insgesamt 5,9 Millionen Euro Investitionen im Bereich Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz. Davon entfallen 1,9 Millionen Euro allein auf den Brand- und Katastrophenschutz. Die übrigen 4 Millionen Euro fließen in die neue, für die gesamte Region vorgesehene Rettungswache mit integrierter Leitstelle in Trier. Damit wird die Einsatzfähigkeit der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte weiter gestärkt und die technische Ausstattung modernisiert. Die Fahrzeugübergaben Ende April sind ein weiterer Baustein dieser Entwicklung.
Katastrophenschutz ist eine gemeinsame Aufgabe – auch Bürgerinnen und Bürger können sich vorbereiten
Neben der kontinuierlichen Investition des Landkreises in moderne Technik und leistungsfähige Strukturen bleibt auch die Eigenvorsorge der Bevölkerung ein entscheidender Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, sich auf mögliche Krisen- und Katastrophensituationen vorzubereiten. Dazu gehören insbesondere ein ausreichender Notvorrat, die persönliche Notfallplanung sowie das Wissen über richtiges Verhalten in Ausnahmesituationen. Nur das Zusammenspiel von professionellem Katastrophenschutz und individueller Vorsorge gewährleistet im Ernstfall eine bestmögliche Sicherheit.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
Auch der Landkreis Vulkaneifel informiert regelmäßig über seine Social Media Kanäle darüber, wie man selbst für den Ernstfall vorsorgen kann.


