Landrätin und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur danken Einsatzkräften für ihren Einsatz bei Wald- und Vegetationsbränden

Die vergangenen Wochen haben die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Landkreis Vulkaneifel besonders gefordert. Zahlreiche Wald- und Vegetationsbrände in den Nachbarlandkreisen führten zu überörtlichen Unterstützungseinsätzen. Gleichzeitig sorgten Rauchentwicklungen aus Bränden im Hohen Venn (Belgien) und im Hürtgenwald (NRW) auch im Landkreis für zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung. Gleichzeitig kam es durch die lang anhaltende Trockenheit auch immer wieder zu Einsätzen im eigenen Landkreis. Landrätin Julia Gieseking und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Markus Keppler danken den ehrenamtlichen Einsatzkräften der unterschiedlichen Organisationen für ihren engagierten Einsatz.

Einsatzbereitschaft über die Kreisgrenzen hinaus

Wenn über den Landkreis hinaus Unterstützung benötigt wird, stehen auch die Einsatzkräfte des Landkreises Vulkaneifel bereit. Bereits vor einigen Wochen waren Kräfte aus dem Landkreis bei dem großen Waldbrand in Traisen im Landkreis Bad Kreuznach im Einsatz. Es folgte dann Ende Juli ein größerer Flächenbrand in Reichenbach, Landkreis Birkenfeld. Mitte August folgten Unterstützungseinsätze bei den großen Wald- und Vegetationsbränden in Langenscheid im Landkreis Mayen-Koblenz, in Büchel im Landkreis Cochem-Zell und in Bengel im Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Über die reguläre Ausstattung der Feuerwehren der Verbandsgemeinden hinaus unterhält auch der Landkreis Vulkaneifel eigene Einsatzfahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz. Diese sind bei örtlichen Feuerwehren im Landkreis stationiert und werden im Einsatz von den jeweiligen Feuerwehren bedient. Darüber hinaus ist ein Waldbrandfahrzeug des Landes Rheinland-Pfalz bei der Verbandsgemeinde Daun stationiert. Die Fahrzeuge des Landkreises und das Landesfahrzeug kamen bei den jüngsten überörtlichen Einsätzen zum Einsatz. „Unsere Einsatzkräfte sind da, wenn sie gebraucht werden – und das nicht nur bei uns im Landkreis. Die Bereitschaft, anderen Landkreisen schnell und unkompliziert zu helfen, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Brand- und Katastrophenschutzes. Dafür möchte ich allen Einsatzkräften ganz herzlich danken“, sagt Landrätin Julia Gieseking.

Rauchentwicklung beschäftigt Einsatzkräfte im Landkreis

Parallel zu den überörtlichen Einsätzen waren die Feuerwehren im Landkreis Vulkaneifel  Mitte August auch im eigenen Kreisgebiet besonders gefordert. Die Rauchwolken der Brände im Hohen Venn (Belgien) und im Hürtgenwald (NRW) zogen über Teile des Landkreises und waren für die Bevölkerung deutlich wahrnehmbar. Dies führte zu einem erhöhten Aufkommen an Notrufen und Meldungen bei der Leitstelle. Die Feuerwehren gingen den Meldungen nach und kontrollierten die gemeldeten Bereiche. Vereinzelt kam es zudem zu kleineren Wald- und Vegetationsbränden im Landkreis, die jeweils schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Dank an die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte

Hinter dieser Einsatzbereitschaft stehen Menschen, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren. Sie rücken zu Einsätzen aus, übernehmen Bereitschaften und lassen sich auch kurzfristig alarmieren – zusätzlich zu Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen. „Es ist gut zu wissen, dass wir uns auf unsere Einsatzkräfte verlassen können. Sie sind zur Stelle, wenn Menschen in Not geraten, und unterstützen selbstverständlich auch über die eigenen Kreisgrenzen hinaus. Mein Dank gilt deshalb allen Kräften des Brand- und Katastrophenschutzes, der Feuerwehren, des DRK und des THW für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft“, betont Landrätin Julia Gieseking. „Heute unterstützen wir einen Nachbarkreis – bei der nächsten größeren Schadenslage können wir selbst auf Unterstützung angewiesen sein.“

Landkreis investiert in leistungsfähigen Brand- und Katastrophenschutz

Damit die Einsatzkräfte ihre Aufgaben auch bei komplexen und länger andauernden Schadenslagen zuverlässig erfüllen können, investiert der Landkreis Vulkaneifel kontinuierlich in moderne Technik, Fahrzeuge und leistungsfähige Strukturen. Im Doppelhaushalt 2026/2027 sind insgesamt 1,9 Millionen Euro für Investitionen im Bereich Brand- und Katastrophenschutz vorgesehen. Damit wird die Ausstattung der Einsatzkräfte weiter modernisiert und die überörtliche Gefahrenabwehr gestärkt.

Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe

Ein leistungsfähiger Brand- und Katastrophenschutz kann jedoch nur im Zusammenspiel aller Beteiligten funktionieren. Neben den Einsatzkräften und den zuständigen Behörden kommt auch der Eigenvorsorge der Bevölkerung eine wichtige Bedeutung zu. Die Bürgerinnen und Bürger können selbst dazu beitragen, in Krisen- und Notfallsituationen handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehören beispielsweise ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser, eine persönliche Notfallplanung sowie die Kenntnis darüber, wie im Ernstfall Warnungen empfangen und welche Informationswege genutzt werden können. Wichtig ist insbesondere, sich frühzeitig über aktuelle Gefahrenlagen informieren zu können. Hierfür empfiehlt der Landkreis, die Warn-Apps NINA und KATWARN auf dem Smartphone zu installieren und die entsprechenden Warnmeldungen zu aktivieren. Gerade bei größeren Schadenslagen kann es dauern, bis Hilfe überall gleichzeitig verfügbar ist. Gute Eigenvorsorge trägt dazu bei, die erste Zeit selbstständig zu überbrücken und gleichzeitig die Einsatzkräfte dort einsetzen zu können, wo sie am dringendsten benötigt werden.