Kriege und ihre Folgen sind keine Geschichte, die abgeschlossen ist. Angesichts der aktuellen Kriege und Konflikte weltweit und einer zunehmend unsicheren politischen Lage gewinnt die Erinnerung an die Folgen von Krieg, Gewalt und Gewaltherrschaft erneut an Bedeutung. Sie mahnt, was auf dem Spiel steht, wenn Frieden und Verständigung verloren gehen.
Vom 11. Oktober bis 25. November 2026 findet die diesjährige Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. statt. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam für den Frieden“ setzt sich der Volksbund dafür ein, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt wachzuhalten und daraus Verantwortung für die Zukunft abzuleiten.
Der Volksbund sucht nach Kriegstoten, dokumentiert ihre Lebensgeschichten und sorgt für die würdige Gestaltung und Pflege ihrer Gräber. Heute betreut er mehr als 830 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten. Auch aus der Vulkaneifel stammen Menschen, die infolge der Kriege des vergangenen Jahrhunderts ihr Leben verloren haben und fern ihrer Heimat bestattet wurden. Erinnerung bedeutet dabei mehr als das Bewahren von Gräbern. In der Jugend- und Bildungsarbeit bringt der Volksbund junge Menschen verschiedener Länder zusammen. Internationale Begegnungen und gemeinsame Projekte schaffen Raum für Austausch, Verständnis und Versöhnung. So wird aus dem Erinnern ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft.
Die Haus- und Straßensammlung unterstützt diese Arbeit. Mit einer Spende können unter anderem die Pflege von Kriegsgräberstätten, die Suche und Bergung von Kriegstoten sowie die Jugend- und Bildungsarbeit des Volksbundes gefördert werden.
Der Landkreis Vulkaneifel bittet darum, die ehrenamtlich getragenen Sammlungen vor Ort zu unterstützen und damit ein Zeichen für Erinnerung, Verständigung und ein friedliches Miteinander zu setzen.


