Das neue Heimatjahrbuch 2027 des Landkreises Vulkaneifel ist erschienen. Am Freitag, 23. Oktober, stellte Landrätin Julia Gieseking die inzwischen 54. Ausgabe in Gerolstein vor. Rund 50 Autorinnen und Autoren waren zur Buchvorstellung gekommen. Für die diesjährige Buchvorstellung war die Kreisverwaltung Vulkaneifel zu Gast in Gerolstein. Vor der offiziellen Präsentation erhielten die Gäste Einblicke in das Stadtarchiv, bevor es im Wintergarten des Rondells um die neuen Inhalte des Heimatjahrbuchs ging.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten dokumentiert das Heimatjahrbuch die Geschichte und Entwicklung des Landkreises Vulkaneifel. Es berichtet über Menschen, Orte und Ereignisse, greift aktuelle Themen auf und hält Erinnerungen fest, die andernfalls mit der Zeit verloren gehen könnten.
Besondere Orte und persönliche Begegnungen
Das Heimatjahrbuch 2027 steht unter den beiden Schwerpunktthemen „Orte erzählen – besondere Plätze zwischen Geschichte und Zukunft“ und „Was uns verbindet – Menschen, Wege, Begegnungen“. Die Beiträge richten den Blick auf besondere Orte in der Vulkaneifel, ihre Geschichte und Bedeutung sowie auf die Menschen, deren Begegnungen, Erfahrungen und gemeinsames Wirken die Region prägen.
Neben den Schwerpunktthemen enthält das Heimatjahrbuch den Jahresrückblick mit wichtigen Ereignissen aus dem Landkreis. Zahlreiche weitere Beiträge, persönliche Erinnerungen, Anekdoten und Fotografien ergänzen die Ausgabe. So entsteht ein vielseitiges Bild der Vulkaneifel, das Vergangenes bewahrt, Entwicklungen der Gegenwart dokumentiert und die Menschen und Orte in den Mittelpunkt stellt, die unsere Region ausmachen.
Heimatjahrbuch lebt vom Engagement seiner Autorinnen und Autoren
Wie sehr das Heimatjahrbuch vom ehrenamtlichen Engagement lebt, zeigte sich auch bei der Vorbereitung der aktuellen Ausgabe. Im Frühjahr waren zunächst nur wenige Beiträge eingegangen. Daraufhin wandte sich die Kreisverwaltung noch einmal persönlich an Autorinnen und Autoren früherer Jahrgänge und bat um Unterstützung.
Die Resonanz war groß: In der Folge gingen so viele Texte ein, dass sie den Umfang von nahezu drei Heimatjahrbüchern gefüllt hätten. Nicht alle Beiträge konnten deshalb berücksichtigt werden. Umso mehr freute sich Landrätin Julia Gieseking über die große Bereitschaft, Geschichten und Erinnerungen aus der Region für die Nachwelt festzuhalten.
„Ohne Ihre Beiträge, Ihre Zeit und Ihr Engagement wäre das Heimatjahrbuch in dieser Form nicht möglich“, betonte die Landrätin bei der Buchvorstellung. Viele Autorinnen und Autoren seien dem Heimatjahrbuch seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten, verbunden. Zugleich kämen immer wieder auch neue Mitwirkende hinzu, die mit ihren Themen und Perspektiven das Buch bereicherten.
Das Heimatjahrbuch erscheint weiterhin in einer Auflage von 4.500 Exemplaren. Auch das Online-Archiv wird rege genutzt. Die Nachfrage zeigt, dass die Jahrbücher nicht nur aktuelle Leserinnen und Leser interessieren, sondern auch später immer wieder zur Hand genommen werden, um Ereignisse, Entwicklungen und persönliche Erinnerungen nachzuschlagen.
Stadtarchiv Gerolstein öffnete seine Türen
Die Buchvorstellung ist traditionell mit dem Besuch eines Betriebs oder einer Einrichtung im Landkreis verbunden. In diesem Jahr führte die Veranstaltung nach Gerolstein. Bereits vor dem offiziellen Teil konnten sich die Gäste ein Bild vom Gerolsteiner Stadtarchiv und seiner Arbeit machen.
Frank Kerner und Hans-Josef Hunz nahmen die Besucher mit in die Geschichte Gerolsteins und auf einen digitalen Stadtspaziergang, bei dem die Geschichte der Gerolsteiner Sprudel-Abfüllfabriken erläutert wurde.
Landrätin Julia Gieseking dankte Stadtbürgermeister Winfried Wülferath, dem ehrenamtlichen Team des Stadtarchivs sowie allen Helferinnen und Helfern, die bei der anschließenden Buchvorstellung im Rondell für die Bewirtung der Gäste sorgten und damit zu einem gelungenen Nachmittag beitrugen.
Ein besonderer Dank galt auch dem Redaktionsausschuss mit Brigitte Bettscheider, Siegfried Czernohorsky, Elke Sprünker und Verena Bernardy. Die Mitglieder sprechen Autorinnen und Autoren an, lesen und redigieren die eingereichten Texte, entscheiden gemeinsam über die Auswahl der Beiträge und steuern darüber hinaus eigene Texte bei. Ebenso dankte die Landrätin dem Jahrbuch-Verlag Foester & Partner sowie Hank Mediengestaltung für ihre Arbeit an der aktuellen Ausgabe und deren Umsetzung. Ihr Dank galt außerdem den Anzeigenpartnern, deren Unterstützung unerlässlich für die Realisierung des Heimatjahrbuchs ist.
Landrätin Julia Gieseking verband ihren Dank mit dem Wunsch, dass sich auch im kommenden Jahr wieder viele Menschen mit ihren Geschichten und Erinnerungen einbringen. Denn das Heimatjahrbuch lebt davon, dass Menschen ihre Erfahrungen teilen und damit ein Stück Vulkaneifel für kommende Generationen bewahren.
Ausblick auf das Heimatjahrbuch 2028
Zum Abschluss gab Verena Bernardy einen Ausblick auf das Heimatjahrbuch 2028. Das Schwerpunktthema lautet „Von Hand gemacht – Können, Kreativität und Leidenschaft in und für die Vulkaneifel“. Damit sind Autorinnen und Autoren bereits eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen zu handwerklichem Können, kreativen Ideen und Menschen zu beteiligen, die mit Leidenschaft etwas für die Region schaffen. Beiträge können bis zum 30. Juni 2027 an heimatjahrbuch@vulkaneifel.de gesendet werden.
Verkaufsstellen und Bezugsmöglichkeiten
Das aktuelle Heimatjahrbuch 2027 ist ab sofort zum Preis von 9,80 € in zahlreichen Geschäften im Landkreis Vulkaneifel erhältlich.



