Der Landkreis Vulkaneifel und der Kreis Euskirchen setzen ihren gemeinsamen Einsatz für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in der Eifel mit Nachdruck fort. In einem gemeinsamen Schreiben appellieren Landrätin Julia Gieseking (Landkreis Vulkaneifel) und Landrat Markus Ramers (Kreis Euskirchen) an den neuen Bundesminister für Verkehr, Steffen Bilger, die beiden zentralen Zukunftsprojekte der Region – den Lückenschluss der Bundesautobahn A1 zwischen Kelberg und Blankenheim sowie den partiellen zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier – mit hoher Priorität weiterzuverfolgen und voranzutreiben.
Verkehrsinfrastruktur als Grundlage für die Zukunft der Eifel
Die beiden Kreise machen in ihrem Schreiben deutlich: Eine moderne, leistungsfähige und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der Eifelregion. Sie stärkt Wirtschaft und Tourismus, verbessert die Mobilität der Menschen und schafft wichtige Grundlagen für gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum.
„Die Eifel ist eine starke und attraktive Region mit großem Potenzial. Zahlreiche innovative Unternehmen und erfolgreiche mittelständische Betriebe (Stichwort Hidden Champions) sind hier zuhause. Damit wir diese Stärke erhalten und weiter ausbauen können, brauchen wir eine Verkehrsinfrastruktur, die Menschen und Unternehmen verlässliche Perspektiven bietet“, erklärt Landrätin Julia Gieseking.
Landrat Markus Ramers ergänzt: „Eine gute Verkehrsanbindung ist ein entscheidender Standortfaktor. Sie beeinflusst, ob Regionen erreichbar bleiben, Unternehmen investieren und Menschen gerne hier leben, arbeiten und ihre Zukunft gestalten.“
Lückenschluss der A1: Schlüsselprojekt für Wirtschaft, Mobilität und Lebensqualität
Im Schreiben an den Bundesverkehrsminister unterstreichen der Landkreis Vulkaneifel und der Kreis Euskirchen die herausragende Bedeutung des Lückenschlusses der Bundesautobahn A1 zwischen Kelberg und Blankenheim. Der Lückenschluss der A1 ist aus Sicht der beiden Kreise weit mehr als ein regionales Straßenbauprojekt. Als wichtige Nord-Süd-Verbindung gehört die A1 zu den bedeutendsten Verkehrsachsen Deutschlands. Die fehlende Verbindung zwischen Kelberg und Blankenheim beeinträchtigt daher die Erreichbarkeit der Eifel, erschwert Verkehrsverbindungen zwischen wichtigen Wirtschaftsräumen und hemmt Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum.
Ausbau der Eifelstrecke: Chance für eine zukunftsfähige Schienenverbindung
Auch der partielle zweigleisige Ausbau der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier ist ein zentrales Anliegen, das die beiden Kreise in ihrem Schreiben an den Bundesverkehrsminister hervorheben.
Die Flutkatastrophe im Jahr 2021 hat deutlich gemacht, wie wichtig belastbare und resiliente Verkehrswege sind. Der Wiederaufbau der Eifelstrecke bietet aus Sicht der Kreise die einmalige Chance, die Schieneninfrastruktur nicht nur wiederherzustellen, sondern langfristig zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Zusätzliche zweigleisige Abschnitte können dazu beitragen, die Betriebsstabilität zu erhöhen, Kapazitäten zu schaffen und die Attraktivität des Schienenverkehrs für Pendlerinnen und Pendler, den Tourismus sowie den Güterverkehr nachhaltig zu verbessern. Damit würde die Strecke einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raums und zur besseren Anbindung der Eifel leisten.
Gemeinsamer Einsatz für die Eifel wird fortgesetzt
Der Landkreis Vulkaneifel und der Kreis Euskirchen setzen sich bereits seit vielen Jahren gemeinsam für diese Infrastrukturprojekte ein und haben gemeinsam wiederholt auf deren Bedeutung aufmerksam gemacht. Auch gegenüber dem neuen Bundesverkehrsminister wollen beide Kreise diesen gemeinsamen Weg fortsetzen.
„Große Infrastrukturprojekte brauchen einen langen Atem. Umso wichtiger ist es, dass die Region geschlossen auftritt und ihre Interessen gemeinsam vertritt“, erklären Julia Gieseking und Markus Ramers. Die beiden Kreise laden den Bundesverkehrsminister ein, sich bei einem Besuch in der Eifel selbst ein Bild von den Herausforderungen und Chancen der Region zu machen.


