Kreisverwaltung Vulkaneifel setzt auf regenerative Wärme

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel geht mit gutem Beispiel vo-ran und hat die Wärmeversorgung ihres Hauptgebäudes in der Mainzer Straße in Daun erfolgreich auf zukunftsfähige, erneuerbare Energien umgestellt. Nach einer intensiven Planungs- und Bauphase ist im Frühjahr 2026 eine moderne, hocheffiziente Wärmepumpenanlage in Betrieb genommen worden. Unterstützt wurde die Maßnahme durch das EU-Förderprogramm LIFE-IP ZENAPA sowie durch Bundesfördermittel der KfW.

Neue Heizung nach Ausfall der alten Gaskessel

Der Weg zur neuen Wärmeversorgung begann mit einem technischen Problem: Nachdem 2024 der erste von zwei Gaskesseln ausgefallen war, versagte im Frühjahr 2025 auch der zweite Kessel. Die Kreisverwaltung stand vor der dringenden Aufgabe, unter Berücksichtigung des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) eine schnelle und gleichzeitig nachhaltige Lösung zu finden. Statt die bisherige fossile Heiztechnik, die ehemals über 314 kW Leistung aus Erdgas bezog, zu ersetzen, entschied sich das Gebäudemanagement für ein zukunftsweisendes, bivalent-alternatives System.

Moderne Technik für den Klimaschutz

Das Herzstück der neuen Anlage bilden nun vier hochmoderne Wärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 100 kW, die künftig die umweltfreundliche Grundlast der Wärmeversorgung tragen. Unterstützt werden sie durch einen Heizstab im Pufferspeicher. Ein neuer, effizienter Gaskessel (280 kW) fängt lediglich noch die extremen Spitzenlasten an besonders kalten Wintertagen ab. Die bauliche Umsetzung begann im Herbst 2025; die technische Abnahme erfolgte am 21. April 2026.

Starke Partner für die regionale Energiewende

Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich für kommunale Haushalte nur mit starker Unterstützung umsetzen. Dank des Engagements im Klimaschutznetzwerk flossen bereits 50.000 Euro aus dem EU-Förderprojekt LIFE-IP ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) in den Landkreis Vulkaneifel. Zudem konnten weitere Mittel über die KfW-Bundesförderung mit einer attraktiven Förderquote von 35 Prozent gesichert werden. Die Kreisverwaltung Vulkaneifel dankt den Fördergebern ausdrücklich für die wichtige Unterstützung.

Mit der neuen Wärmeversorgung ist es der Kreisverwaltung Vulkaneifel gelungen, die bestehende Wärmeversorgung auf ein modernes System mit einem hohen Anteil regenerativer Energie umzustellen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sind auch für weitere Projekte in der Region von Bedeutung. Die neue Wärmeversorgung ist damit ein konkreter Beitrag der Kreisverwaltung Vulkaneifel zum Klimaschutz. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass auch bei bestehenden Gebäuden Lösungen für eine stärker regenerative Wärmeversorgung umgesetzt werden können.