Mit Beginn der warmen Jahreszeit kann es auch im Landkreis Vulkaneifel wieder vermehrt zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners kommen. Die Raupen leben vor allem an Eichen und bilden dort auffällige Gespinnstnester am Stamm oder in Astgabelungen. Problematisch sind die feinen Brennhaare der Raupen, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen können.
Bei Kontakt können unter anderem starker Juckreiz, Hautreizungen, Augenbeschwerden oder Reizungen der Atemwege auftreten. Die Brennhaare können auch durch den Wind verbreitet werden und bleiben in alten Nestern über längere Zeit wirksam. Deshalb sollten Raupen und Nester keinesfalls berührt oder eigenständig entfernt werden.
Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, insbesondere in der Nähe von Eichen an Spielplätzen, Schulen und Kitas und sonstigen stark frequentierten Bereichen aufmerksam zu sein.
Bei einem Verdacht sollte Abstand gehalten und die Nester nicht berührt werden. Befallene Bäume auf öffentlichen Flächen sollten der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung mit möglichst genauer Ortsangabe und, sofern gefahrlos möglich, mit einem Foto aus ausreichender Entfernung gemeldet werden.
Kommt es zu Beschwerden, sollten betroffene Hautstellen nicht gekratzt, sondern gründlich mit Wasser abgespült werden. Kleidung sollte möglichst bei 60 °C gewaschen werden. Bei stärkeren Beschwerden, insbesondere an Augen oder Atemwegen, wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen.
Die Kreisverwaltung bittet um umsichtiges Verhalten. Befallene Bäume müssen in der Regel nicht gefällt werden. Stattdessen erfolgt die Entfernung der Nester durch fachkundige Firmen.
Gut zu Wissen
Von der harmlosen Gespinstmotte ist der Eichenprozessionsspinner nicht nur durch die auffälligen Brennhaare zu unterscheiden: Die Gespinste vom Eichenprozessionsspinner sind oft nur an wenigen Stellen im Baum zu finden, während die Gespinstmotte im Frühjahr und Frühsommer Büsche und Bäume komplett einspinnt.


